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Sandvik feiert 20-jähriges Bestehen des Werkes in Werther

Spezialisten fürs Spezielle

Werther (WB). Sie stecken in Flugzeugtriebwerken, medizinischen Geräten oder Einspritzpumpen von Benzinmotoren. Hochleistungsrohre für spezielle Ansprüche werden schon seit 61 Jahren in Werther produziert, seit 20 Jahren von einem Ableger des schwedischen Stahlkonzerns Sandvik.

Klaus-Peter Schillig

Thomas Froböse zeigt das Innere des Containers, den Sandvik den Kunden zur Verfügung stellt. Von der Spule im Hintergrund wird das nahtlose Rohr durch die Maschinen vorn für den Einsatz vor Ort wieder gerade gezogen. Foto: Klaus-Peter Schillig

1998 hatte Poppe & Potthoff seine Edelstahlrohr-Sparte an Sandvik verkauft, seitdem hat sich das Werk an der Dammstraße zu einem kleinen Juwel gemausert. Aus den ursprünglich 90 Kollegen, die wie Geschäftsführer Thomas Froböse damals von »P & P« übernommen worden sind, sollen in Kürze 115 werden, denn wegen der sehr guten Auftragslage und des Wachstums der vergangenen Jahre werden 15 neue Kollegen eingestellt. So kann die Produktion künftig im Schichtbetrieb rund um die Uhr arbeiten.

Auch im Einsatz für Wasserstoff-Antriebe

Das ist kein Wunder, denn das Werk in Werther, das übrigens gerade auch um einen Anbau vergrößert wird, ist mit seinen Edelstahl-Hochdruckrohren mit Durchmessern zwischen 0,8 und 135 Millimetern teilweise Weltmarktführer und innovativer Vorreiter – nicht nur im eigenen, weltweit operierenden Unternehmen.

Die Rohre aus Werther haben für die Kunden diverse Vorzüge, die vor allem dem Sicherheitsaspekt dienen. Sie sind bis zu einer bestimmten Länge nahtlos, müssen also nicht verschweißt oder verschraubt werden. Die Edelstahllegierungen sind nicht nur rostfrei, sondern widerstehen in besonderen Einsatzbereichen durch Speziallegierungen auch ätzenden und Metall angreifenden Substanzen.

Im Bereich von Gas- und Wasserstoff-Antrieben beispielsweise. Das ist das jüngste Betätigungsfeld der Wer­theraner, erzählt Thomas Froböse über das aktuelle Geschäftsfeld. Das Tankstellennetz für wasserstoffbetriebene Fahrzeuge wird in Deutschland gerade kräftig ausgebaut, da sind die nahtlosen Hochdruckrohre von Sandvik gefragt – zwischen Druckbehälter und Zapfsäule.

Auslieferung im High-Tech-Container

Gerade hierzu haben die Sandvik-Techniker selbst einen Container entwickelt, den sie dem Kunden auf den Baustellen zur Verfügung stellen. Das auf einer Spule aufgewickelte Rohr kann im Kaltverfahren wieder kerzengerade gezogen werden. Und das millimetergenau auf die vor Ort erforderliche Länge. Die Arbeitsabläufe können über eine App vom Kunden selbst gesteuert werden.

Ein Beispiel auch für den hohen Digitalisierungsgrad im Unternehmen selbst. »Wir zeigen, dass man auch die Schwerindustrie über ein I-Pad steuern kann«, sagt technischer Leiter Christoffer Hedvall stolz. So viel Innovation verlangt aber auch nach eigener Ausbildung. Sandvik bietet neben kaufmännischer und gewerblicher Ausbildung auch duale Studiengänge an.

Sommerfest für Belegschaft und Kunden

Auch als Teil eines Konzerns kann man eine große Familie sein. Sandvik feiert kommenden Sonntag ab 11 Uhr für Belegschaft und Familienangehörige ein großes Sommerfest. Kinder und Partner können sich unter anderem anzuschauen, wo Papa oder Mama oder der Partner arbeiten. Eingeladen sind auch externe Kunden, um einen Blick hinter die Kulissen werfen zu können.

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