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Vier neue Mehrfamilienhäuser am Wertherberg und an der Ravensberger Straße

Verzögerung durch lange Leitungen

Werther (WB). Noch in diesem Jahr soll es losgehen am Wertherberg mit dem Bau von zwei Sechsfamilien-Häusern. Das hat eine Sprecherin der Bauherren-Gemeinschaft jetzt dem WESTFALEN-BLATT bestätigt. Unterhalb der höchsten Stelle der Weststraße gibt es dann »Ersatz« für die 2014 abgerissenen Wohnblocks.

Klaus-Peter Schillig

Das Gelände am Wertherberg wird nicht mehr lange brach liegen. Links, nahe zum KWG-Gebäude, sollen zwei Sechsfamilien-Häuser entstehen, für die jetzt der Bauantrag gestellt worden ist. In der Mitte sind Reihenhäuser geplant, am rechten Rand dann noch zwei Einfamilienhäuser. Foto: Ulrich Fälker

Im April 2014 haben die jetzigen Eigentümer das Areal mit den beiden damals schon lange leer stehenden Wohnblocks ersteigert. Eigentlich sollte auch recht schnell etwas passieren auf dem Gelände, die Pläne für die beiden Mehrfamilienhäuser, für die jetzt die Baugenehmigung beantragt ist, die Reihen- und freistehenden Einfamilienhäuser lagen aber auf Eis, weil quer über das Gelände ganz unkonventionell und nicht erwartet Versorgungsleitungen für den auf dem angrenzenden Grundstück stehenden Komplex der Kreiswohnstätten-Genossenschaft (KWG) verliefen.

Diese Leitungen dürfen natürlich nicht einfach überbaut werden, sondern müssen auf anderen Trassen um die Grundstücke herum zu ihrem Ziel geführt werden. Die Leitungsrechte seien nach langen Verzögerungen jetzt aber geregelt. Und vor dem Abriss der maroden alten Blocks hätte erst ein Gutachten erstellt werden müssen, ob sich eventuell Fledermäuse in den Gemäuern eingenistet hätten.

Viele Gruppen ansprechen

Das erste der beiden Mehrfamilienhäuser mit jeweils sechs Drei-Zimmer-Wohnungen soll unmittelbar nach Erteilung der Baugenehmigung in Angriff genommen werden. »Wir möchten so viele Gruppen wie möglich ansprechen«, sagt die Eigentümerin, die namentlich nicht genannt werden möchte. Die Zuschnitte der Wohnungen eigneten sich für kleine Familien ebenso wie für kinderlose Paare oder Alleinerziehende.

Man hätte sich durchaus ein Staffelgeschoss als oberste Etage vorstellen können. Dann aber hätte es pro Haus eine Wohnung weniger gegeben. Zwar mit umlaufender Dachterrasse, aber auch entsprechend teurer.

Weitere zwölf Mietwohnungen entstehen demnächst zwischen Ravensberger und Enger Straße, zwischen dem früheren Domizil der Kita »Bunter Sandkasten« und dem Getränkemarkt Pottmeyer. Bauherrin ist hier Sabine Pottmeyer, die von Bauingenieur Wolfgang Hageresch zwei Gebäude hat entwerfen lassen. Nach positiv beschiedenen Voranfragen bei Stadt und Kreis sollen in Kürze die Bauanträge eingereicht werden.

Sechs Wohnungen geplant

Geplant sind in beiden Häusern sechs Wohnungen, je drei mit 53 (zwei Zimmer) und drei mit 81 Quadratmetern (drei Zimmer). »Beide Gebäude sind barrierefrei und deshalb mit Fahrstuhl ausgestattet«, sagt Sabine Pottmeyer. Außerdem seien pro Wohnung Terrasse oder Balkon sowie ein Carport vorgesehen. Weitere Stellplätze gibt es nah an der Ravensberger Straße, wo das Haus Nr. 61 und das dahinter liegende noch bewohnte Nebengebäude abgerissen werden sollen. »Eine energetische Sanierung macht bei beiden Häusern keinen Sinn mehr«, schildert die Bauherrin und Eigentümerin den maroden Zustand.

»Wir möchten gern noch in diesem Jahr den Rohbau hochziehen«, kündigt Wolfgang Hageresch an. Aber er weiß natürlich auch um die ausgelasteten Handwerksbetriebe. Baubeginn könnte deshalb auch erst 2019 sein.

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