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Statt Präsenz-Gottesdienste setzt Jacobi-Gemeinde in Werther auf Online-Angebote

Videodreh beim Esel im Stall

Werther

„Voll“ wäre die St. Jacobikirche am Heiligen Abend trotz des verminderten Corona-Platzangebotes nicht geworden, das haben die Anmeldungen am vorigen Wochenende ergeben. Aber nun bleibt sie bis zum 10. Januar komplett leer. Das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde ist mehrheitlich der „dringenden Empfehlung“ der Landeskirche gefolgt und hat alle zwölf Gottesdienste, die Heiligabend mit großem Aufwand vorbereitet waren, abgesagt.

Margit Brand

Statt Gottesdienst wenigstens ein Besuch an der Krippe: Von Heiligabend bis Silvester gelten erweiterte Öffnungszeiten der Jacobikirche. Besinnliche Texte liegen aus. Einen Gesamtüberblick gibt es unter www.kirche-werther.de/weihnachten-2020. Foto: Margit Brand

Schweren Herzens, wie keiner der Pfarrer der Kirchengemeinde verhehlen kann. „Doch wir verwandeln den Frust in Energie“, sagt Pastorin Silke Beier. Eifrig wird überlegt, wie man Weihnachtsgottesdienste nicht hält, sondern als Video ansprechend „produziert“.

Seit dem ersten Lockdown im Frühjahr hat sich längst eingespielt, dass die Gottesdienste aus der Jacobikirche live ins Internet übertragen werden und dort auch später noch im eigenen Youtube-Kanal (ansteuerbar auch über www.kirche-werther.de) abrufbar sind.

Entsprechend gibt es diesmal nun ersatzweise drei verschiedene Gottesdienste im Netz. Einer richtet sich besonders an Familien mit Kindern. Silke Beier, die am 24. Dezember am späten Vormittag eigentlich eine Open-Air-Andacht mit Esel auf dem Kirchplatz feiern wollte, besucht stattdessen nun Esel und Schafe im Stall. Passenderweise wohnen dort auch Kinder, die am Krippenspiel mitwirken wollten – so kann der Dreh schön vielfältig werden.

Ein zweiter Online-Gottesdienst richtet sich (nicht nur) an Jugendliche, hier ist ein Hörspiel eingebettet. Und auch im klassischen Gottesdienst gibt es ein Anspiel: „Es war schließlich alles vorbereitet“, sagt Pfarrer Holger Hanke.

Wie gut das Online-Angebot angenommen wird, wird sich zeigen. Die Kirchengemeinde rechnet in jedem Fall aber damit, dass zu Weihnachten deutlich mehr Menschen als sonst die „offene Kirche“ nutzen – sei es für die stille Einkehr oder den Besuch an der Krippe. An Heiligabend besteht dazu die Möglichkeit von 15 bis 18 Uhr, am 1. und 2. Weihnachtstag von 15 bis 16 Uhr sowie vom 27. bis 31. Dezember von 15 bis 18 Uhr. Es sind jeweils Ordner vor Ort, die auf die Einhaltung des Hygienekonzeptes achten.

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