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Die „netten Letten“ mach auf OWL-Tour auch Halt in Werther

Weihnachtsbotschafter

Werther  (WB). Lettische Weihnachtsbotschafter: Seit vielen Jahren begeistert das Brass Quintett Riga seine ostwestfälischen Zuhörer. Mit zwei vorweihnachtlichen Konzerten haben die Musiker des Rigaer Bläserquintetts in den vergangenen Wochen zahlreiche Menschen in Werther und Umgebung auf Weihnachten eingestimmt.

Malte Krammenschneider

Faszinieren ihre Zuhörer Jahr für Jahr in der Vorweihnachtszeit mit klassischer Musik von Bach bis Mozart: (von links) Janis Smilga, Andrejs Pogrebnaks, Roberts Brants Egils Sketris und Dainis Tarasovs vom Rigaer Bläserquintett. Foto: Malte Krammenschneider

Sowohl ihr Konzert in der Gaststätte Weinhorst als auch die Darbietungen in der Rotenhagener Dorfkirche stießen einmal mehr auf große Resonanz, denn inzwischen hat es sich herumgesprochen, dass die „netten Letten“ für musikalische Leckerbissen sorgen. „Viele Leute kommen immer wieder zu unseren Konzerten. Das macht uns stolz und bringt Freude“, erklärt Hornist und Sprecher des Bläserquintetts, Dainis Tarasovs, der schon seit vielen Jahren im Dezember nach Deutschland kommt.

Erstmals traten die Blechbläser und ehemaligen Mitglieder des lettischen Staatsorchesters übrigens Anfang der 1990er Jahre in der Böckstiegelstadt auf. „Wilfried Sahrhage hat uns damals als Straßenmusiker entdeckt und eingeladen nach Werther zu kommen“, erzählt Dainis Tarasovs. Zu Sahrhage sei in der Folge eine tiefe Freundschaft entstanden. Nicht nur, weil er dabei geholfen hat, für das Quintett Auftritte zu organisieren. Er war auch ihr Ansprechpartner vor Ort und half dabei, dass die Musiker ihren jetzigen Bekanntheitsgrad erreichten.

Knapp 50 Konzerte in ganz OWL

Dieser ist inzwischen enorm, wenn man bedenkt, dass die Letten während ihres dreiwöchigen Aufenthaltes knapp 50 Konzerte in ganz OWL geben. „Wir sind bekannt geworden und es macht nach wie vor großen Spaß“, sagt Dainis Tarasovs, der die Gelegenheit nutzen möchte, um sich für die Treue und Begeisterungsfähigkeit des deutschen Publikums zu bedanken.

Ein weiterer Dank gelte Rolf Meißner, der den Musikern schon seit vielen Jahren ein Quartier in Spenge ermöglicht, von welchem sie zu ihren Auftritten fahren können. „Ohne diese Unterstützung von den Menschen hier hätte das alles nicht funktioniert“, sagt Dainis Tarasovs, der kurz nach diesen Worten das Zeichen seiner Kollegen bekommt, sich endlich einspielen zu wollen.

Klassisches von Bach, Händel und Mozart

Dies verwundert nicht, denn den sympathischen „Perfektionisten“ aus Riga ist es daran gelegen, ein spektakuläres Erlebnis für die Ohren zu bieten. Zumeist mit Klassikern von Händel, Bach und Mozart aber des öfteren auch mit moderneren Titeln wie der „Bohemian Rhapsody“ von Queen. „Wir spielen das, was die Leute hören wollen“, sagt Dainis Tarasovs in gutem Deutsch. Und er bekennt, sich bereits auf seinen Deutschland-Besuch im kommenden Jahr zu freuen: „Wir kommen immer wieder gerne.“

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