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Neuer Ausbildungskursus startet – Infoabend am 16. Januar

Werther sucht neue Stadtführer

Werther (WB). Mit Kirchenschiff und Totschläger ins Baltikum, ein Besuch in der gotischen Saalkirche St. Jacobi oder ein Rundgang auf den Spuren der früheren Zigarrenfabrik – Werther hat jede Menge spannender Plätze, Gebäude und Geschichte(n). Wer die kennenlernen will, sollte sich den Stadtführern anschließen. Jetzt suchen die stadtkundigen damen und Herren selbst Verstärkung für ihre erlebnisreiche Tätigkeit.

Volker Hagemann

Gruppenbild mit Böckstiegel: Stefan Meier (Stadt Werther, sitzend), VHS-Chef Hartmut Heinze sowie die Stadtführer Ulrike Biermann und Harald Solem (von links) wollen Lust auf die Ausbildung zum Stadtführer machen. Foto: Volker Hagemann

Keine Sorge, niemand muss ein wandelndes Geschichtsbuch sein, und auch in den Themen sind die Stadtführer relativ frei, wie und zu was sie ihre Rundgänge und Touren zusammenstellen. „Aber wir würden uns gerne verjüngen“, sagt Stefan Meier von der Stadtverwaltung – der selbst zu den Wertheraner Stadtführern gehört. Waren es anfangs, im Jahr 2006, noch ein gutes Dutzend, so haben sich die Reihen der Stadtführer mittlerwseile auf nur noch sechs gelichtet. Dabei ist das Interesse an den vielen thematischen Führungen gleichzeitig sogar gestiegen, wie auch die Stadtführer Ulrike Biermann und Harald Solem berichten. „Wir hatten schon Rundgänge mit bis zu 50 Teilnehmern“, erinnert sich Solem. Highlights bei den Teilnehmern? „Vor allem die St. Jacobikirche und die ehemalige Zigarren- und Leinenfabrikation in Werther sowie die Geschichte von Storck begeistert die Gäste“, zählt Harald Solem auf. Und auch das Jubiläum 300 Jahre Stadtrechte sei „super angekommen“.

Und das beileibe nicht immer ausschließlich bei Gästen der Stadt; „auch zahlreiche Einheimische, darunter Wertheraner Urgesteine, kommen immer wieder gerne, denn auch für sie gibt es immer wieder Neues zu entdecken, was auch sie noch nicht kennen“, betont Ulrike Biermann.

Um solche und weitere Führungen wie „Wasser auf die Mühlen“, „Wald, Natur, Landschaft und Geschichte“ oder „Auf den Spuren jüdischen Lebens“ auch weiterhin anbieten zu können, suchen die Stadtführer neue Mitstreiter. Die Stadt Werther und die Volkshochschule Ravensberg stellen daher erstmals seit 13 Jahren wieder eine entsprechende Ausbildung auf die Beine. „Alle Interessierten sind willkommen“, lädt VHS-Leiter Hartmut Heinze ein. Um zu zeigen, worum es im Einzelnen geht, gibt es zunächst eine Informationsveranstaltung dazu am Donnerstag, 16. Januar. Beginn ist um 19.30 Uhr im Haus Werther. Mit dabei ist dann auch Ulrich Maaß, der auf Werthers Geschichte einstimmen will. „Zielgruppe sind ausdrücklich alle Altersgruppen“, betont Ulrike Biermann.

Wer dann auf den Geschmack gekommen ist, kann sich gleich für die Stadtführer-Ausbildung anmelden, die am 6. Februar beginnen soll. An zehn Terminen, meist donnerstagabends, geht es dann um Themen wie Sehenswürdigkeiten, Geschichte(n), aber auch um so Dinge wie Rhetorik und Erste Hilfe.

Jedes Jahr führe jeder Stadtführer etwa acht bis zehn Rundgänge mit Teilnehmern durch, das sei aber ganz individuell zu handhaben, sagt VHS-Leiter Hartmut Heinze. „Wir sind für Führungs-Themen absolut offen. Vielleicht will ja auch einmal jemand etwas für Kinder und Jugendliche anbieten, eine Taschenlampen- oder Nachtwächterführung“, schlägt Ulrike Biermann vor.

Weitere Informationen rund um die Wertheraner Stadtführer und die Ausbildung gibt es bei der Stadt Werther, Telefon 0 52 03/7 05-0, und bei der VHS Ravensberg, Telefon 0 52 01/81 09-0.

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