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Team aus Werther koordiniert »Weihnachten im Schuhkarton«: Große Freude über kleine Päckchen

Wo Schokolade, Stifte und Kuscheltiere heiß begehrt sind

Werther-Häger (WB). Zu Weihnachten Geschenke zu bekommen, ist längst nicht für alle Kinder selbstverständlich. Gut, dass es die Aktion »Weihnachten im Schuhkarton« gibt, die Kinder in Osteuropa unterstützt. Mitwirken kann jeder, schon Kleinigkeiten bereiten viel Freude. Annahmestellen für Päckchen gibt es auch im Altkreis Halle.

Volker Hagemann

Sie hoffen erneut auf viele Päckchen zugunsten bedürftiger Kinder: Katja Kreft (links) wird unterstützt von (von links) Dorothee Podrouschek (hier mit Sohn Melvin, fünf Monate alt) sowie (dahinter, von links) Ute Sahrhage und Ehemann Christian Lütkemeier, Carola Kipp-Quest und (vorne, von links) Tamina (9), Alicia (7) und ihrer Freundin Caroline (9). Foto: Volker Hagemann

Schon ein Päckchen, das etwa die Größe eines Schuhkartons hat, kann bei Kindern unvergessliche Glücksmomente auslösen, weiß Katja Kreft aus Häger. Die 42-Jährige ist selbst Mutter einer neunjährigen und einer siebenjährigen Tochter. Gemeinsam mit weiteren Mitstreitern koordiniert sie seit 2017 die Geschenke-Aktion im Altkreis Halle als »Nachfolgerin« von Christa Kerksiek.

2018 wurden im Altkreis Halle mehr als 800 Päckchen für die Aktion gepackt

Die Resonanz aus dem Altkreis sei enorm, freut sich das Team: »Im vergangenen Jahr kamen hier mehr als 800 Päckchen zusammen«, berichtet Mitstreiter Christian Lütkemeier.

Die an den Annahmestellen abgegebenen Päckchen sammelt das Team und leitet sie nach Berlin weiter; von dort aus übernehmen weitere Helfer den Transport in Länder wie Rumänien, Mazedonien oder Georgien. »Vor Ort kümmern sich dann beispielsweise Pfarrer und weitere Helfer um die Verteilung an bedürftige Kinder«, erklärt Katja Kreft. Viele dieser Kinder leben in einfachsten, oft ärmlichen Verhältnissen, manche sind Waisen.

Schönes und Nützliches kombinieren

Und so weiß auch Katja Kreft, worüber sich die jungen Empfänger freuen; sie gibt Tipps, welche Geschenke ein Päckchen enthalten kann und was nicht (siehe untenstehende Beispiele). »Am meisten Freude bereitet erfahrungsgemäß eine Mischung aus schönen und nützlichen Dingen. Kuscheltiere – aus hygienischen Gründen bitte keine gebrauchten – und Kleidung etwa. Auch Hygieneartikel, Schulmaterialien und originalverpackte Süßigkeiten kommen immer gut an«, nennt Kreft einige Beispiele. Keinesfalls gehörten Kriegsspielzeug oder Medikamente in das Päckchen.

Ganz wichtig: »Bitte die fertig gepackten Kartons ohne Klebeband, Schleife oder Geschenkpapier abgeben, sondern lediglich mit einem Gummiband verschlossen«, betont Katja Kreft. Denn die Helfer prüfen alle Päckchen zunächst auf den Inhalt. »Wer möchte, kann seinem Päckchen auch einen persönlichen Gruß beilegen, vielleicht in Form eines Fotos von sich«, ergänzt Carola Kipp-Quest. Damit die Geschenke den Kindern zugeordnet werden können, gibt es in den Annahmestellen Etiketten für den Karton, mit denen die Altersklasse angegeben werden kann, für die sich das Päckchen eignet, und außerdem, ob es sich für Mädchen oder Jungen eignet.

Das kann ins Päckchen

Etwa Kuscheltiere (keine gebrauchten), Kleidung (nicht waschen) wie Pullover, Hose, Mütze, Schal, Handschuhe, auch Selbstgenähtes oder -gestricktes, Hygieneartikel wie Duschgel, Shampoo, Cremes, Deo, Zahnbürste, Zahnpasta, Haarbürste oder Haarschmuck, Spielzeug wie Auto, Ball, Barbiepuppe, Bilderbuch ohne Text, Lego oder Puzzle, Süßigkeiten wie Schokolade, Gummibärchen oder Traubenzucker, Schulmaterialien wie Buntstifte mit Anspitzer, Block oder Schulhefte, Gruß oder Foto vom Spender.

Die Annahmestellen

Abgabe bis 15. November: Spielwarenwelt Werther, Gemeindehaus Werther, Dorfladen Häger, Herz-Apotheke Halle, Ziegler’sche Apotheke Borgholzhausen, Apotheke am Markt Steinhagen und CVJM Versmold.

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