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CDU hat zum Gedankenaustausch eingeladen: An den Ständen fehlt Unterstützung

Zu wenig Interesse am Christkindlmarkt

Werther (WB). Fünf Stände haben kurzfristig abgesagt – einige davon nicht einmal 14 Tage vor der Veranstaltung: Der Christkindlmarkt war im vergangenen Jahr ein wenig enttäuschend. Und obwohl die Beschwerden darüber schnell laut wurden, scheint es nach wie vor an tatkräftiger Unterstützung zu hapern.

Sara Mattana

Schön illuminiert, aber es fehlt an Ständen, Buden und deshalb vermutlich auch an Besuchern: Der Christkindl-Markt in Werther war im Dezember ein wenig enttäuschend. Das soll sich in diesem Jahr ändern. Foto: Sara Mattana

Denn als die CDU am Mittwochabend zum Gedankenaustausch einlud, versammelten sich gerade einmal elf Besucher in der Gaststätte Obermann. „Es ist schön, dass jetzt etwas passiert. Es ist aber leider sehr schade, dass das Interesse doch nicht so groß zu sein scheint. Das merken wir ja leider auch beim Christkindlmarkt“, sagte Yannik Nuffer, der vor drei Jahren die Organisation der Veranstaltung übernommen hat. Und nachdem aufgrund mangelnder Auftritte im Jahr 2018 bereits die Bühne weichen musste, entfiel im vergangenen Jahr auch die komplette Rosenstraße. Denn der Treckerveteranenclub, die Gaststätte Sedan, der Kleintierzuchtverein, die Grünen und die Flüchtlingshilfe haben kurz vor dem Christkindlmarkt abgesagt. „Das gleiche Problem haben wir auch beim Bierfest, das von den Vereinen organisiert wird. Es finden sich einfach nicht genug Mitglieder, die die Stände betreuen“, sagte Ulrich Kullak von der Werbegemeinschaft: „Die breite Masse nimmt gerne alles mit, aber ist nicht bereit, sich zu engagieren.“

Neues Zeltkonzept angedacht

Dass dies beim Christkindlmarkt an den Standgebühren liegt, bezweifelt Yannik Nuffer – denn die liegen zwischen 75 und 500 Euro – je nach Art des Stands. Stattdessen sei es eine Möglichkeit, den Auf- und Abbau zu erleichtern. So waren sich die Anwesenden einig, dass einheitliche Zelte in verschiedenen Größen vom Veranstalter oder der Stadt zur Verfügung gestellt und angemietet werden könnten. „Ein solches Zeltkonzept ist im Vergleich zu den Holzhütten günstiger und wäre hier in der Region auch etwas ganz Neues. Man kann die Zelte auch besser illuminieren und ein einheitliches Lichtkonzept finden“, sagte Yannik Nuffer. Denn obwohl viele Ecken bereits mit bunten Lichtstrahlern ausgeleuchtet wurden, war es vielen Besuchern noch zu dunkel. „Ich habe von meinen Kunden erfahren, dass sie sich mehr Beleuchtung an den Häusern wünschen. Außerdem war es vielen Leuten zu entzerrt, sie hätten die Stände gern dichter beisammen“, berichtete Silke Storck-Schierenbeck, Inhaberin des „Kleinen Bauerngartens“. Doch auch der Vorschlag, die Buden auf den Alten Markt und den Kirchenvorplatz zu konzentrieren, stieß auf Schwierigkeiten: „Wir müssen immer darauf achten, die Fluchtwege frei zu halten. Es ist hier sehr eng und mit diesen Gegebenheiten müssen wir klarkommen“, sagte Yannik Nuffer, der sich nach wie vor bemühen möchte, ein Bühnenprogramm auf die Beine zu stellen: „Eine Bühne gehört als Mittelpunkt der Veranstaltung einfach dazu. Leider hat sich kein Verein oder Chor gefunden, der etwas aufführen wollte“.

Vielleicht weniger Stadtfeste

„Für Ende des Jahres ist auf jeden Fall eine Summe im Haushalt der Stadt eingeplant, um Stadtfeste und den Christkindlmarkt zu unterstützen“, sagte Ralf Eckelmann von der CDU. So möchten Yannik Nuffer nun einige völlig neue Konzepte mit validen Zahlen ausarbeiten und vorlegen – sei es mit Zelten, Lichtkonzepten oder erleichtertem Auf- und Abbau. „Dann sprechen wir darüber, was davon von der Stadt oder Sponsoren finanziert werden müsste. Vielleicht feiern wir auch ein paar Stadtfeste weniger und sorgen dafür, dass die übrigen wirklich gut laufen“, sagte Birgit Ernst.

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