1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Buende
  6. >
  7. 200 saubere Autos in der Stunde

  8. >

Jobst Friedrich Münter (51) plant den Bau einer Waschanlage für fünf Millionen Euro in Herford

200 saubere Autos in der Stunde

Herford

Zwei Waschstraßen mit jeweils einer Länge von 60 Metern, die bis zu 200 Fahrzeuge in der Stunde waschen können. Dazu Investitionskosten von fünf Millionen Euro. Es ist ein „großes Ding“, das Jobst Friedrich Münter an der Füllenbruchstraße plant.

Ralf Meistes

Im Frühjahr 2022 soll die neue Autowaschanlage an der Füllenbruchstraße fertiggestellt sein. Dort können dann bis zu 2000 Autos täglich gereinigt werden. Foto: Moritz Winde

Im Frühjahr 2022 will der Herforder Unternehmer mit seiner Autowaschanlage an den Start gehen. Unter dem Namen „Carwash“ können auf dem 6200 Quadratmeter großen Gelände zwischen dem Bettenhersteller Stiegelmeyer und einem weiteren Waschbetrieb täglich bis zu 2000 Fahrzeuge gereinigt werden.

„Es wird eine Staubsaugerhalle mit 44 Plätzen sowie fünf SB-Waschboxen geben“, sagt Münter. Für den 51-Jährigen ist das Gelände an der stark befahrenen Füllenbruchstraße mit der Nähe zur Umgehungsstraße B239 der „ideale Standort“.

Bekannt ist Jobst Friedrich Münter einigen Herfordern eigentlich als Geschäftsführer des Sicherheitsdienstes Fide. Aber wie kommt man von der Bewachung von Gebäuden zur Reinigung von Autos? „Ich wollte ein zweites Standbein und hatte mich schon vorher für die technischen Abläufe einer Autowaschanlage interessiert. Am Ende ist der Unterschied zwischen Wachen und Waschen ja auch nur ein Buchstabe“, scherzt Münter.

Vor zweieinhalb Jahren hat er in Ahlen (Kreis Warendorf) seine erste Waschanlage eröffnet. „Das läuft dort sehr gut. Ich habe danach nach einem geeigneten Standort in Herford Ausschau gehalten. Das war nicht ganz so einfach, weil das Grundstück schon eine gewisse Länge haben musste, um die beiden 60 Meter langen Waschstraßen dort unterzubringen. Ich bin froh, dass es jetzt geklappt hat.“

Das Geschäft mit der Waschanlage brummt derzeit. „Vielleicht auch, weil die Leute in Pandemiezeiten eingeschränkt sind und dann eher mal mit dem Auto durch die Waschstraße fahren und das Auto von innen reinigen“, vermutet Münter.

Der Grund, warum es für ihn in Ahlen so gut läuft, sieht der Herforder aber noch in etwas Anderem: „Wir bauen von Anfang an zwei Waschstraßen. Wenn der Andrang dann mal größer ist, lassen wir nicht einfach das Band schneller laufen, sondern wir halten hier Kapazitäten vor.“ Denn damit ein Auto richtig sauber werde, benötige man nicht nur Wasser, die richtige Reinigungsmechanik und Temperatur, sondern auch Zeit. „Je länger ein Auto gereinigt wird, desto gründlicher ist es“, lautet Münters Credo.

Bei Bau und Betrieb sind dem Herforder auch ökologische Aspekte wichtig. Den Strom, den man verbrauche, will man mit Hilfe einer Photovoltaikanlage selbst produzieren. Regenwasser soll am Standort aufgefangen und verwendet werden. Außerdem wird das in der Anlage verwendete Wasser aufgefangen und vor Ort wieder aufbereitet. „Wenn woanders 100 Liter Wasser pro gereinigtem Fahrzeug verbraucht werden, sind es bei uns nur 15 Liter“, sagt Münter.

Startseite