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Polizei: Festgenommener ist dringend tatverdächtig

30-jähriger Bünder soll Brände gelegt haben

Bünde (WB/lak)

Laut Polizei ist der am Mittwochabend festgenommene Bünder (30) für den Brand auf einem Pferdegestüt in Kirchlengern sowie für diverse Fahrzeugbrände rund um die Kirchenparkplätze und für das Feuer am Corona-Projekt „Kerze der Hoffnung“ in Bünde verantwortlich.

wn

Auch für das Feuer auf dem Gestüt in Kirchlengern soll der 30-Jährige verantwortlich sein. Foto: Daniel Salmon

Sachbeschädigungen und Brandstiftungen hatten die Bünder seit Herbst 2020 in Angst und Schrecken versetzt. Zuletzt brannte es zum dritten Mal in der Kita Krempoli und in der Hauptschule sowie in Kirchlengern auf einem Reiterhof. Außerdem waren an32 Autosin Südlengerheide die Reifen aufgeschlitzt worden.

Am Mittwochabend, 24. Februar, gelang der gegründeten Ermittlungskommission der Polizei die entscheidende Festnahme. Gegen 23.20 Uhr beobachtete ein Zeuge eine männliche Person, wie diese 12 Fensterscheiben am Rathaus mit einem Stein beschädigte. Dank einer guten Beschreibung und weiteren Zeugenangaben konnte der 30-Jährige im Nahbereich des Tatortes an der Bahnhofstraße durch sofort hinzugerufene Polizeibeamte vorläufig festgenommen werden.

Etwa zwei Stunden vor der Festnahmedes Tatverdächtigen kam es in Kirchlengern zu einer schweren Brandstiftung von mehreren Heuballen auf einem Pferdegestüt. Durch eine Videoaufzeichnung am Objekt lagen den Ermittlern detaillierte Aufnahmen vor, die eine männliche Person kurz vor dem Brand auf dem Hof in unmittelbarer Nähe des Brandortes zeigt.

Bei der Wohnungsdurchsuchung des 30-Jährigen stellten die Beamten Beweismittel sicher, neben diverser Bekleidung auch verschiedene Arten von Brandbeschleunigern. Nach Auswertung der Spurenlage besteht der dringende Tatverdacht, dass der Bünder sowohl für denBrand am Pferdegestüt, für die verschiedenen Fahrzeugbrände rund um die Kirchenparkplätze und für den Brand des Corona-Projektes „Kerze der Hoffnung“ verantwortlich ist. Von den drei Brandstiftungen in der Kita Krempoli ist in den Anschuldigungennicht die Rede.

Der 30-Jährige wurde daraufhin dem Haftrichter vorgeführt, der einen Untersuchungshaftbefehl erließ. Der Tatverdächtige wurde zur JVA nach Bielefeld verbracht. Welche weitere Straftaten (insbesondere die weiteren Sachbeschädigungen) dem Beschuldigten noch zugeordnet werden können, wird Gegenstand der weiteren Arbeit der Ermittlungskommission sein.

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