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Lukas-Krankenhaus Bünde: Patienten verunsichert – medizinische Probleme oft verschleppt

Angst vor einer Corona-Infektion

Bünde  (WB/cbi). Mit Sorge erleben Ärzte aus dem Lukas-Krankenhaus in Bünde die Verunsicherung vieler Menschen, die trotz ernsthafter Beschwerden aufgrund der Corona-Infektionswelle keinen Arzt aufsuchen und sich so unbedacht in Lebensgefahr begeben.

Bekommen die Angst der Menschen vor Corona zu spüren: Dr. Christian Flottmann, Dr. Annette Timmer-Stranghöner, Dr. Tim Lendzian, Dr. Ulf Schmerwitz, Klinikdirektor Dr. Steffen Krummbein und Geschäftsführer Roland von der Mühlen (v. l.). Foto: Carolin Bittner

Der Klinikbetrieb habe sich wieder normalisiert, „Es ist uns wichtig, ein deutliches Signal nach außen zu tragen, dass kein Patient aus Sorge, sich im Krankenhaus an Corona zu infizieren, zu Hause bleibt, wenn seine Grunderkrankung eigentlich behandelt werden muss“, so Klinikdirektor Chefarzt Dr. Steffen Krummbein.

Es gebe Hinweise darauf, dass manche Patienten aus Angst vor Corona sich nicht trauen, ein Krankenhaus zu betreten, um sich dort behandeln zu lassen. „Doch der Infektionsschutz im Lukas- Krankenhaus ist durchweg gewährleistet, und jeder, der ein Problem hat, sollte unbedingt seinen Hausarzt oder bei akuten Beschwerden auch direkt ein Krankenhaus aufsuchen“, appellieren die Chefärzte des Lukas-Krankenhaus.

Hygienekonzept funktioniert

„Das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus im Lukas-Krankenhaus Bünde ist äußerst gering. Wesentlich ungünstiger ist es, wenn akute medizinische Probleme nur aus Angst vor Corona verschleppt würden und durch Nichtbehandlung verschlimmert werden – leider ist dieses Phänomen schon jetzt im Klinikalltag zunehmend zu beobachten“, erläutert der Klinikdirektor.

Sorgen müsse man sich nicht machen, denn das ausgearbeitete umfassende Hygienekonzept funktioniere. Bei einem Notfall werde beim Eintreffen des Patienten in der Zentralen Notaufnahme sofort ein Covid-19-Abstrich vorgenommen. Bis das Abstrichergebnis vorliege, würde der Patient separiert werden, wenn das Abstrichergebnis negativ sei, werde er auf Station in einem Patientenzimmer integriert. Sollte das Abstrichergebnis positiv sein, werde der Patient auf die Isolierstation verlegt. Auch bei geplanten Aufnahmen würde ein Abstrich genommen werden.

Maskenpflicht für alle

Dies gelte auch für Patienten, die in eine der Ambulanzen kämen. Zusätzlich würde anhand einer Checkliste überprüft werden, ob der jeweilige Patient ein erhöhtes Risiko habe, das Coronavirus in sich zu tragen. Idealerweise werde diese Risikoeinstufung anhand eines Fragebogens bereits im Vorfeld telefonisch abgeklärt oder bei Betreten des Hauses durchgeführt.

„Grundsätzlich gilt in unserem Krankenhaus Maskenpflicht, dies gilt sowohl für das Klinikpersonal als auch für Patienten und Besucher“, so Klinikdirektor Dr. Krummbein.

Das Ziel des Krankenhaus sei es, den Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankung auf eine Behandlung angewiesen seien, Sicherheit zu geben und auch zu Corona-Zeiten den Auftrag zur Gesundheitsversorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

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