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Breites Bündnis will am 5. September gegen rechte Hetze protestieren

Anti-AfD-Demo in Bünde geplant

Bünde (WB). Ein breites Bündnis aus mehreren Initiativen und politischen Gruppierungen – vor allem aus dem linken Spektrum – will am 5. September in Bünde gegen die AfD demonstrieren. Die Partei tritt in der Elsestadt erstmals bei einer Kommunalwahl an.

Daniel Salmon

2015 fand eine Gegendemo gegen die rechtsgerichtete Biegida-Bewegung in Bünde statt. 600 Menschen gingen auf die Straße. Foto:

Die Protestaktion steht unter dem Motto „#Bünde_solidarisch – Für eine solidarische Stadt. Nein zu AfD und rassistischer Hetze.“ Zu den Ausrichtern zählen unter anderem die Villa Bünde, die Initiative 9. November, die Jusos, die örtliche Alevitengemeinde und die Linkspartei. Startpunkt der Demo soll in gut zwei Wochen um 15 Uhr der Bünder Bahnhof sein. Eine Abschlusskundgebung soll im Steinmeisterpark stattfinden.

„Eine genaue Route für die Demo gibt es noch nicht. Wir haben die Aktion bereits bei der Polizei angemeldet”, so ein Sprecher des Bündnisses. Die Veranstalter rechnen mit gut 150 Teilnehmern. Wegen der derzeitigen Corona-Lage muss ein Hygienekonzept erstellt werden. „Darauf sind wir vorbereitet. Wir wollen, dass die Demo in einem verantwortungsvollen Rahmen abläuft.”

Ärger über Klocke-Äußerung

Einer der Gründe für die Protestaktion sei eine Äußerung von AfD-Kreissprecher Ralf Klocke gewesen . Er hatte gegenüber dieser Zeitung erklärt, dass seine Partei in Bünde verhindern wolle, „dass mit dem hart erwirtschafteten Steuergeld der Bürger weltanschaulich einseitig positionierte Einrichtungen oder ideologisch einseitige Programme finanziert werden“.

Konkret im Blick hat er dabei die seiner Ansicht nach „linksradikale“ Villa Kunterbunt. Wie berichtet, ist Bünde die einzige Kommune im Kreis Herford, in der sich die AfD um Sitze im Stadtrat bewirbt. „Mit unserem Protest wollen wir ein klares Zeichen gegen Rechts setzen“, so der Bündnissprecher.

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