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Polizei warnt Bürger in Bünde davor, unbedacht Urlaubsfotos zu posten und Dieben somit Tipps zu geben

Auch Einbrecher nutzen Facebook und Co.

Bünde/Rödinghausen

Nachdem es im gesamten Kreisgebiet aktuell immer wieder Einbrüche gibt, warnt die Polizei vor dem Posten von Urlaubsbildern in den sozialen Netzwerken. „Denn auch Kriminelle nutzen Facebook und Instagram“, weiß die Polizei.

Von Kathrin Weege

Einbrecher sind in der Urlaubszeit aktiv, wenn Bewohner im Urlaub weilen. Dabei nutzen sie auch soziale Medien, um auszuspähen, wer gerade verreist ist.  Foto: dpa

Gerade in der vergangenen Woche hatten unbekannte Täter versucht, die Terrassentür eines Hauses Auf der Drift in Rödinghausen aufzustemmen. Die Spuren waren deutlich, auch wenn die Einbrecher erfolglos waren. An der Bünder Straße in Herford bemerkte ein älteres Ehepaar am Montagmorgen die böse Überraschung. Sie waren eine Nacht lang weg, Diebe drangen in das Mehrfamilienhaus ein und durchwühlten die Wohnung.

„#endlichurlaub – solche oder ähnliche Hashtags gepaart mit schönen Schnappschüssen am Strand teilt man gerne. Doch Vorsicht: Scheinbar harmlose Postings aus dem Urlaub dienen Einbrechern als Signal für Abwesenheit, ähnlich wie ein voller Briefkasten oder heruntergelassene Rollläden“, sagt Polizeisprecherin Julia Dowe. Es sei verständlich, dass Reisende die Bilder der schönsten Wochen des Jahres auch mit Freunden teilen wollten.

Bilder verraten oft mehr als gedacht

„Wissen Sie wirklich, wer Ihre Fotos alles ansehen kann?“, hinterfragt sie. Wer online ankündige, dass er die nächsten zwei Wochen am Strand verbringe oder Bilder von der Wanderroute poste, sollte wissen und klar definieren, mit wem er diese Informationen teilt. „Denn Kriminelle nutzen soziale Netzwerke, um potenzielle Opfer auszuspähen. Über die besuchten Veranstaltungen eines Users lässt sich leicht die Wohnregion oder gar der Wohnort ausfindig machen“, warnt Julia Dowe.

Das Bild von der neu gebauten Terrasse oder der frisch gestrichenen Fassade lasse auf ein einzelnes Haus schließen. Und schließlich verdeutliche der Abschiedspost mit Standort Flughafen jedem: Nun ist hier niemand mehr zu Hause.

Tipps der Polizei

Die Polizei rät für das Posten von Bildern in der Urlaubszeit Folgendes: Senden Sie Urlaubsbilder nur an Einzelpersonen oder in sozialen Netzwerken an geschlossene Gruppen. Benutzen Sie die Standortfunktion bei Posts mit Bedacht. Machen Sie die Chronik nur für Freunde sichtbar. Fragen Sie einen Nachbarn, ob er zu Hause nach dem Rechten sieht, den Briefkasten leert, während Sie im Urlaub sind. Die Polizeiberatung gibt online Tipps für den Umgang mit Urlaubsbildern unter der Adresse:  www.polizei-beratung.de.

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