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Nach Brandanschlag: Haus der Lydia-Gemeinde kann bis Jahresmitte nicht genutzt werden

Aufwändige Reinigung des Inventars

Bünde (WB)

Voraussichtlich noch bis zur Jahresmitte kann das Haus an der Wehmstraße, in dem sich Büros der Lydia-Gemeinde und der Diakoniestiftung befinden, nicht genutzt werden. Das sagt der zuständige Kirchmeister Rainer Alexander.

Hilko Raske

Kirchmeister Rainer Alexander vor dem Briefkasten, in den ein Brandsatz geworfen worden war. Foto: Hilko Raske

Wie berichtet, war im vergangenen Oktober ein Brandanschlag auf das Gebäude verübt worden. Unbekannte hatten damals zu nächtlicher Stunde brennbares Material durch den Briefkasten, der sich in der Eingangstür befindet, in den Flur geschoben. Nur einem glücklichen Zufall war es zu verdanken, dass nicht das ganze Gebäude Feuer fing. Der Brandsatz kokelte über Stunden vor sich. Das Ergebnis: Alle Räume waren verraucht und verrußt, konnten nicht mehr genutzt werden. Nicht nur alle Tapeten und Bodenbeläge waren mit einer Rußschicht bedeckt, sondern auch das komplette Inventar.

Während die Höhe des reinen Gebäudeschaden mit der Versicherung relativ schnell geklärt werden konnte, gestaltet sich das beim Inventar deutlich langwieriger. „Hier entscheidet die Versicherung über Neuanschaffung oder Reinigung der einzelnen Gegenstände“, sagt Alexander. So würden die Computer, die sich in den Räumen befunden hätten, alle auseinandergebaut und gesäubert. „Nur wenn die Kosten für diesen Aufwand den Zeitwert nicht übersteigen, werden die Gegenstände gereinigt.“ Allein in den Büros, die von der Evangelischen Jugend genutzt würden, sei beim Inventar ein Schaden von mindestens 50.000 Euro entstanden, so der Kirchmeister. Hinzu kämen noch die Räume, die die Diakoniestiftung angemietet hätte. „Da liegen mir aktuell noch keine Informationen zur Schadenshöhe vor.“

Wenn man außen am Gebäude vorbeigehe, könne man sich gar nicht vorstellen, was der Brandanschlag im Inneren alles angerichtet habe. Für ihn sei es anfangs gar nicht vorstellbar gewesen, dass der Schaden derart immens sei. „Da liegen wir locker über 100.000 Euro.“ Das sei eine Geschichte, bei der man einen langen Atem brauche, ist sich Alexander mit Blick auf die noch anstehenden Aufgaben sicher.

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