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Seit dem 1. Januar gehört die Herforder Zweigstelle zur Autobahn GmbH des Bundes

Autobahnmeisterei unter neuer Flagge

Herford (WB)

Vor der Autobahnmeisterei Herford weht eine neue Flagge. Seit dem 1. Januar gehört sie zur Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH. Damit ist die Zuständigkeit von der Landesstraßenbaubehörde Straßen NRW auf den Bund übergegangen.

Stephan Rechlin

Neues Schild, gleiche Arbeit. Die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Herford gehören jetzt zur Autobahn GmbH. Foto: Stephan Rechlin

Für die 26 Mitarbeiter im Unterhaltungs- und drei Mitarbeiter im Service-Dienst bleibt die tägliche Arbeit davon unberührt. Stefan Meyer leitet die Autobahnmeisterei Herford: „In den vergangenen Tagen gab es vor allem Winterdiensteinsätze. Die hätten wir sowohl unter Landes- als auch unter Bundesleitung gehabt.“

Mit der Zuständigkeit wechselte aber auch die Rechtsform des Arbeitgebers von einem Landesbetrieb in eine Bundes-GmbH. Mit diesem Wechsel sei jedoch kein Mitarbeiter schlechter gestellt worden, einige hätten sich sogar leicht verbessert.

Spürbarer sei die neue Zuständigkeit in der Verwaltungsarbeit. Mit dem neuen Arbeitgeber tauchten neue Formulare, neue Antragswege und eine neue IT auf, in die man sich erst einmal hineinfuchsen müsse. Mit privaten Zulieferdiensten, etwa für die Reparatur und Wartung des Fuhrparks, seien neue Verträge auszuhandeln und abzuschließen: „Diese Gespräche laufen noch.“

Die Aufgabenliste 2021 der Autobahnmeisterei Herford führt 120.000 Quadratmeter Fahrbahnfläche auf, die auf der Strecke und an Anschlussstellen zu sanieren sind. Stefan Meyer: „In allen Fällen werden diese Arbeiten in der Nacht erledigt. Ab sechs Uhr morgens sind die Fahrbahnen wieder frei.“ Größere Brückenbauarbeiten stünden in diesem Jahr auf der A2, der A30 sowie der A33 nicht an.

Herford ist eine von 18 Autobahnmeistereien, die zur neuen Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH gehört. Die Niederlassung hat den Betrieb, die Planung und den Bau von 1370 Kilometern Autobahn vom Landesbetrieb Straßenbau NRW und teilweise von den niedersächsischen und hessischen Straßenbauverwaltungen übernommen. Elfriede Sauerwein-Braksiek leitet die Niederlassung: „Westfalen reicht bei uns von Ostfriesland bis zum hessischen Gießen.“ Zu den bedeutsamsten Projekten gehören der Ausbau der Herzschlagader des östlichen Ruhrgebietes, der A43, sowie der weitere Ausbau samt seiner 60 Talbrücken der „Königin der Autobahnen“, der A45.

Aber auch das Bemühen um eine leistungsfähigere A1 stehe im Mittelpunkt, hier sollen vor allem die Engpässe im südlichen Münsterland und bei Osnabrück aufgelöst werden. Die Staus in den Autobahnkreuzen Westhofen und Dortmund-Unna sollen aus den Verkehrsnachrichten verschwinden, und demnächst müssten auch die Brücken von A2 und A30 saniert werden. Mehr als 500 Millionen Euro werden dafür im nächsten Jahr allein in Westfalen „auf die Autobahn“ gebracht.

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