1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Buende
  6. >
  7. Bahnaufzüge 2018 in Betrieb?

  8. >

DB verweist auf Probleme bei Hersteller – Klage über weitere Mängel

Bahnaufzüge 2018 in Betrieb?

Bünde  (WB). Laut aktueller Aussage der Deutschen Bahn (DB) sollen die Aufzüge an den Bünder Bahnsteigen noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. Ulrike Kowalewsky von der inklusiven Politikgruppe ist da eher vorsichtig: »Da glaube ich noch nicht so richtig dran.«

Daniel Salmon

Die Aufzüge an den Bahnsteigen des Bünder Bahnhofs sollten eigentlich schon längst funktionieren. Allerdings hatte sich die Inbetriebnahme immer wieder nach hinten verzögert – zum Unmut zahlreicher Bahnreisender. Foto: Daniel Salmon

Vor Kurzem hatte sie sich in einem Brief an die DB gewandt, um auf die immer noch nicht funktionieren Fahrstühle hinzuweisen. »Ich kann den Mitgliedern der inklusiven Politikgruppe nicht mehr erklären, warum die Fahrstühle noch immer nicht funktionieren. Ich selbst fahre täglich mit der Bahn zur Arbeit und kann versichern, dass die Stimmung der Bahnfahrenden derzeit nicht die Beste ist«, so Kowalewsky in ihrem Schreiben an die Bahn. Auch für zahlreiche andere Reisende – etwa Mütter mit Kinderwagen, Senioren mit Rollatoren oder Rollstuhlfahrer – sei die aktuelle Situation einfach nur ärgerlich. »Viele dieser Leute müssen die Bahnhöfe in Melle oder Kirchlengern nutzen, wenn sie Zug fahren wollen«, so Kowalewsky.

Eigentlich sollte alles schon 2017 fertig sein

Wie mehrfach berichtet, war die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme an der Bünder Bahnstation – Anfang 2015 war mit den Arbeiten begonnen worden – ursprünglich mal für Ende 2017 angepeilt worden. Aber es kam immer wieder zu Verzögerungen, bei denen sich auch Einbau und Inbetriebnahme der Aufzüge nach hinten verschoben.

Weitere Mängel benannt

Neben dem Dauerbrennerthema »Aufzüge« mahnt Kowalewsky im Schreiben an die DB auch andere Mängel an, die ihr aufgefallen sind. So weist sie darauf hin, dass Informationstafeln nicht funktionieren oder die Park-and-Ride-Parkplätze immer noch durch Geräte einer Baufirma blockiert werden. »Aber warum? Da ist doch niemand mehr«, meint Kowalewsky. Zudem will sie wissen, warum die Arbeiten an der Grünfläche und der Restverkabelung neben Gleis 2 immer noch nicht abgeschlossen seien. »Die Reinigungsintervalle müssen auch erhöht werden«, so die Bünderin mit Blick auf die oftmals vollen Mülleimer an den Bahnsteigen und Schmierereien an den Wänden der Bahnunterführung.

Probleme mit der Aufzugfirma

Angesprochen auf die von Kowalewsky zusammengestellte Liste meldete sich ein Bahnsprecher bei dieser Zeitung. »Die Herstellung von Barrierefreiheit ist eines unserer wichtigsten Anliegen bei der Modernisierung von Bahnhöfen. Umso ärgerlicher sind die Verzögerungen in Bünde, die sich derzeit aufgrund interner Prozesse bei unserem Auftragnehmer, einer renommierten Aufzugsfirma, ergeben«, erklärte er mit Blick auf die Fahrstuhl-Problematik.

Erst nach der Prüfung und Abnahme der Anlage sowie der Bestätigung der Mängelfreiheit und der Funktionsfähigkeit könnten die Aufzüge für die Öffentlichkeit freigegeben werden. »Nach aktuellem Stand der Gespräche mit dem Hersteller gehen wir davon aus, dass die Aufzüge noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden«, so der Bahnsprecher weiter. Bezüglich der Infotafeln, der noch nicht fertiggestellten Grünfläche sowie dem zugestellten Park-and-Ride-Parkplatz gelobt die DB ebenfalls Besserung.

Zwar nimmt Ulrike Kowalewsky diese Aussagen zur Kenntnis und erkennt auch an, dass sich nach ihrem Schreiben an die DB doch das eine oder andere getan habe. Sie sagt aber: »In diesem Jahr wird das mit den Fahrstühlen bestimmt nichts mehr. Ich glaube, dass die frühestens im kommenden Februar in Betrieb gehen.«

Startseite