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Zentrale Lüftungsanlage soll Hitzeproblem am Neubau lösen

Bald bessere Luft am GaM

Bünde (WB). Das Hitzeproblem am Gymnasium am Markt (GaM) soll bald der Vergangenheit angehören: Der rote Neubau an der Bildungseinrichtung soll mit einer zentralen Lüftungsanlage ausgestattet werden. Kostenpunkt: rund 300.000 Euro für Anschaffung und Einbau.

Daniel Salmon

Eine Lüftungsanlage soll das Raumklima im GaM-Neubau verbessern. Weil die Maßnahme ausgeschrieben werden muss, kann die Anlage aber voraussichtlich erst nach den kommenden Sommerferien in Betrieb gehen. Foto: Daniel Salmon

In zehn Kursräumen soll dank der Maßnahme noch in diesem Jahr ein besseres Raum- und Lernklima herrschen. Einziger Wermutstropfen: Die Anlage wird voraussichtlich erst nach den Sommerferien installiert.

Schüler klagen über Kopfschmerzen

Das Temperatur-Problem in dem 2010 errichteten Erweiterungsbau ist altbekannt. Fahrt aufgenommen hatte das Thema im Frühsommer 2019. Schulleiterin Karin Stallmann hatte sich mit einem Antrag an die Stadtverwaltung gewandt. So hätten die Kursräume im Neubau im Hitzesommer 2018 aufgrund massiver Sonneneinstrahlung kaum genutzt werden können. »Schüler, die dort unterrichtet wurden, haben über Kopfschmerzen geklagt. Eltern haben sich schon beschwert. Da muss etwas passieren«, sagte Stallmann vor einigen Monaten im Gespräch mit dieser Zeitung.

Im Oktober 2019 hatte der Schulausschuss die Kommunalbetriebe Bünde (KBB) als Gebäudeeignerin damit beauftragt, die Belüftungssituation am GaM durch einen Fachplaner prüfen zu lassen. Das Ergebnis hatte ein Vertreter vom Herforder Ingenieurbüro Koch und Friedrich bereits im Dezember letzten Jahres dem KBB-Verwaltungsrat präsentiert. Das Gremium hatte der vorgestellten Lösung zugestimmt. Der Bereitstellung der Mittel mussten am Mittwochabend noch die Mitglieder des Schulausschuss zustimmen – und das taten sie auch.

Problematisch an dem Neubau sei laut dem Experten, dass eine Querlüftung in dem Gebäude nicht möglich sei. „Das liegt an der Brandschutzwand zur Sporthalle hin“, so der Planer. Die Folge: An heißen Tagen steige trotz indirekter Verschattung die Temperatur in den Räumen stark an, die Luft wird stickig, an normalen Unterricht sei bei diesen Rahmenbedingungen kaum noch zu denken. Die „massiven Beschwerden“ darüber könne er nachvollziehen, so der Ingenieur.

Geprüft worden sei auch der Einbau einer dezentralen Lüftungsvorrichtung, bei der jeder Kursraum mit zwei Anlagen ausgerüstet würde. Laut Friedrich sei diese Variante allerdings nicht zu empfehlen, weil sie in der Anschaffung teurer und die Wartung aufwendiger wäre.

Der Fachmann stellte klar, dass es sich bei der nun beschlossenen zentralen Lösung nicht um eine Klimaanlage handele. Lediglich die Belüftung werde verbessert, der maximale Kühlungspunkt orientiere sich an der Außentemperatur. Würde die Anlage allerdings nachts vor Unterrichtsbeginn laufen, könnte man auch im Sommer ein deutliche angenehmeres Raumklima schaffen. Zudem bestehe bei der jetzt gewählten Variante die Möglichkeit, eine Kühlungsvorrichtung nachrüsten zu lassen. „Die zentrale Lösung ist das beste, was für den GaM-Neubau erreicht werden kann“, kommentierte FDP-Ratsherr Ernst Tilly, der wie die übrigen Ausschussmitglieder für die Mittelbereitstellung stimmte.

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