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Landgericht Bielefeld entscheidet über Sicherungsverwahrung für Bankräuber-Duo

Berufskriminelle mit stets knapper Kasse

Bünde/Bielefeld

Neuneinhalb Jahre Gefängnis – das ist kein Pappenstiel, schon gar nicht, wenn man bei der Haftentlassung eigentlich schon das Rentenalter erreicht hätte. So sieht es aus für einen 61Jahre alten Bünder: Er sitzt eine so lange Haftstrafe ab, weil er 2016 mit einem Petershagener Banken überfallen hatte. Nun prüft das Landgericht Bielefeld, ob er nach Ablauf der Freiheitsstrafe in Sicherungsverwahrung bleibt.

Von Ulrich Pfaff

Das Landgericht Bielefeld prüft, ob ein 61-jähriger Bünder nach Ablauf seiner Freiheitsstrafe in Sicherungsverwahrung bleibt. Foto: Thomas F. Starke

Mehrere spektakuläre Überfälle gehen auf das Konto des Duos. Der Petershagener (jetzt 53) hatte den Bünder (jetzt 61) 2015 in der Untersuchungshaft kennen gelernt: Dieser wartete auf einen Prozess in Paderborn wegen einer Serie von Buntmetalldiebstählen, der Petershagener war angeklagt, einen bis heute verschwundenen Physiotherapeuten getötet zu haben – und wurde freigesprochen. Im Sommer 2016 verübten beide zusammen einen Bankeinbruch in Ottenstein (Kreis Holzminden) und wurden beim Versuch, in eine Bank in Wechold (Kreis Nienburg) einzusteigen, geschnappt. Im Februar 2018 erging das Urteil gegen beide: Neuneinhalb Jahre Haft für den Bünder, elfeinhalb für den Petershagener. Jetzt stehen beide erneut vor dem Landgericht Bielefeld: Es geht darum, ob für beide die Sicherungsverwahrung angeordnet wird.

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