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Schulen aus Bünde, Minden und Hille kooperieren

Bessere Begabtenförderung

Bünde  (WB). Die Tinte ist trocken: Die Schulleiter der drei Schulen Gymnasium am Markt, Herder-Gymnasium Minden und Verbundschule Hille haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Ziel dieses Netzwerkes ist die Begabungsförderung der Schüler.

Lukas Brekenkamp

Die Schulleiter Heike Plöger (Herder-Gymnasium Minden, von links), Karin Stallmann (Gymnasium am Markt Bünde) und Dirk Schubert (Verbundschule Hille) unterzeichnen den Kooperationsvertrag, begleitet von Andrea Kleist (Bezirksregierung, hinten). Foto: Lukas Brekenkamp

Das Netzwerk ist Teil im Modell »Zukunftsschulen NRW«. Das Projekt startet mit dem Unterzeichnen des Kooperationsvertrags und wird voraussichtlich zwei Jahre andauern. Dabei steht besonders eins im Vordergrund: Der Austausch. »Es geht darum, dass sich die Schulen zusammen tun«, erklärt Karin Stallmann, Schulleiterin des Gymnasiums am Markt in Bünde. »Wir gehen davon aus, dass von diesem Netzwerk jeder profitiert. Es wird eine Win-Win-Situation geschaffen.«

Konkret erarbeiten die Schulen nun Projekte und Konzepte, wie Begabungen der Schüler gefördert werden können. »Jeder Schüler hat Potenziale, die es gilt, zu erkennen«, sagt Stallmann. Und so sollen dank der Kooperation diese gefunden und dementsprechend gefördert werden. An möglichen Vorgehenswesen werde nun gearbeitet.

Blick über den Tellerrand

»Der Mehrwert im Netzwerk besteht darin, über den Tellerrand hinauszublicken«, sagt Dirk Schubert, Leiter der Verbundschule Hille. »Dadurch wird auch ein Austausch unter den Kollegen ermöglicht«, ergänzt Heike Plöger, Schulleiterin des Mindener Herder-Gymnasiums Minden. »Geteiltes Denken kann doppelt so produktiv sein.«

Konkret heißt das Thema »Begabungsförderung durch fachbereichsspezifische Lehr- und Lernarrangements im Regelunterricht«. Bereits im November hatten sich die Schulen getroffen, um die Vertragsunterzeichnung zu verabreden.

Schon zuvor, zwischen 2015 und 2018, war das Bünder Gymnasium als Referenzschule Teil eines Netzwerks mit der Grundschule Bustedt und der Paul-Maar-Grundschule Hiddenhausen. Darin stand vor allem der erleichterte Übergang der Schüler von der vierten in die fünfte Klasse im Vordergrund. Dabei waren beispielsweise Hospitationen verschiedener Lehrer in den Grundschulen und dem Gymnasium Teil der Projekts.

Begleitet von der Bezirksregierung

Begleitet und koordiniert werden die Netzwerke von der Bezirksregierung Detmold. Angeboten werden auch Tagungen und Workshops, wie etwa zur Digitalisierung und wie diese in die Begabungsförderung einbezogen werden kann. Insgesamt gibt es laut Bezirksregierung 28 Netzwerke im Detmolder Bezirk. »Zukunftsschulen NRW« wird seit 2013 für interessierte Schulen aller Schulformen angeboten.

Kommentar

Jeder Schüler verfügt über Potenziale. Das Wichtige ist, diese zu erkennen und dementsprechend zu fördern. Genau da greift das Netzwerk im Modell »Zukunftsschulen NRW« an. Schulen tun sich zusammen, tauschen sich über Erfahrungen aus und finden gemeinsam einen Weg, Begabungsförderung noch erfolgreicher zu gestalten.

Dabei gibt es vor allem Chancen: So können die Projekte der Schulen beispielsweise für Motivation der Schüler sorgen – um letztlich jeden Schüler abzuholen und zu fördern. Die Ergebnisse werden außerdem anderen Schulen zugänglich gemacht, die davon ebenfalls profitieren können. So entsteht ein Mehrwert für alle beteiligten Schulen.

Lukas Brekenkamp

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