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Kurioses Verfahren um kriminellen Goldhandel wird eingestellt – Ehemaliger Antik-Händler will Bielefelderin (77) auszahlen – Edelmetall wohl eingeschmolzen

Betrugsopfer soll dank „Zigeuner-Recht“ entschädigt werden

Bünde

Weil er eine Bielefelder Seniorin (77) bei einem Gold-Geschäft um mehrere Tausend Euro geprellt haben soll, hat sich ein ehemaliger Geschäftsmann nun vor dem Bünder Amtsgericht verantworten müssen. Zwar wird das etwas kuriose Verfahren gegen den eigentlich mittellosen 42-Jährigen eingestellt. Aber das Opfer soll dennoch entschädigt werden – dank des „Zigeuner-Rechts“.

Von Daniel Salmon

Gold im Wert von rund 8000 Euro hatte die Bielefelderin in Bünde abgeliefert. Mittlerweile ist das Edelmetall wohl eingeschmolzen. Foto: dpa (Symbolbild)

Betrug hatte die Staatsanwaltschaft dem Mann, der bis vor einigen Monaten noch ein „Antiquitätengeschäft“ in der Bünder City unterhielt, vorgeworfen. Doch nicht nur auf alte Vasen, Bilder oder Silberbesteck hatte sich der nunmehr arbeitslose Angeklagte spezialisiert. Auch Pelze und Gold wurden in dem Laden angekauft – und dabei soll es nicht immer mit rechten Dingen zugegangen sein.

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