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Vorrunden-Aus: 2:0-Niederlage des deutschen WM-Teams gegen Südkorea schockiert Bünder Fans

Blankes Entsetzen im Park

Bünde (WB). Wut, Tränen, Trauer: Das Aus der deutschen Nationalmannschaft in der WM-Vorrunde hat die Fans beim Public Viewing im Steinmeisterpark fassungslos gemacht. Nach dem Debakel wollten die meisten der etwa 2500 Besucher nur noch eins – möglichst schnell den Ort verlassen, an dem sie Zeuge der Niederlage geworden waren.

Hilko Raske

Wie diesem weiblichen Fan erging es vielen Besuchern im Steinmeisterpark. Sie wollten nicht glauben, was sich vor ihren Augen abspielte: Deutschland musste eine 2:0-Niederlage gegen Südkorea hinnehmen und scheidet damit in der Vorrunde aus.

Dabei waren viele von ihnen vor dem Anpfiff noch optimistisch. »Das geht 3:1 für Deutschland aus«, tippte Kai Pamperin (51), der mit Tochter Carlotta (9) in den Steinmeisterpark gekommen war. Die Neunjährige, im Fußball nicht ganz so versiert wie der Papa, wünschte sich, dass beide Teams gewinnen.

Doch das Spiel entwickelte sich nicht so, wie die Fans sich das vorgestellt hatten. Im Gegenteil. Die Südkoreaner gingen massiv in die Zweikämpfe, in der 18. Minute hatte Schlussmann Manuel Neuer bei einem gegnerischen Freistoß Probleme, den Ball sicher zu halten. »Jetzt nur kein Gegentor« – diesem Wunsch von TV-Kommentator Bela Rethy schlossen sich mit Sicherheit alle Fans an. Die deutsche Elf wirkte bemüht, aber die südkoreanische Abwehr stand.

Nerven liegen blank

»Das Spiel wirkt nicht so gut, das deutsche Team hat keine Ideen, sondern nur Angst vor Fehlern«, befand so auch André Gerhards in der Halbzeitpause. Dass es hier um Alles oder Nichts geht, wurde spätestens in dem Moment deutlich, als der direkte Konkurrent Schweden im Spiel gegen Mexiko in Führung ging.

»Wir brauchen doch nur ein Tor«, schrie frustriert Michael, der extra aus dem Kreis Lippe angereist war, um in Bünde das Public Viewing zu erleben. Als zum Ende des Spiels von den deutschen Spielern trotz etlicher Chancen immer noch kein Tor erzielt wurde, lagen bei den Bünder Fans die Nerven blank. Und pures Entsetzen breitete sich aus, als in der Nachspielzeit zwei Tore für Südkorea fielen. »So ein schlechtes Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen eine eigentlich schwache Mannschaft«, brachte Eugen Richter das Empfinden vieler Besucher auf den Punkt.

Ab Donnerstag wird abgebaut

Für Carsten Müller, Geschäftsführer der Professional Event Solutions GmbH (PES), die das Public Viewing im Steinmeisterpark veranstaltet, ist das vorzeitige Aus des deutschen Teams in vielerlei Hinsicht ein Debakel. »Natürlich hatte ich gehofft, dass es wenigstens für das Achtelfinale reicht«, sagte Müller, der bekennender Fan der deutschen WM-Elf ist. Immerhin sei Deutschland in den vergangenen Jahren oft bis ins Halbfinale vorgedrungen. »Für uns bedeutet das Ergebnis, dass wir ab Donnerstag mit dem Abbau hier beginnen können. Wir bereiten dann alles für das Wein- und das Kinderfest am Wochenende vor.« Das Ausscheiden bereits in der Vorrunde habe für PES zur Folge, dass man mit einem fünfstelligen Minusbetrag rechnen müsse.

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