DRK lässt Gelände in Bünde mit Kameras überwachen – neue Anlage sollen Ende des Monats stehen

Brand-Kita: Versicherer macht bei neuen Containern nicht mehr mit

Bünde (WB)

Die Planungen für die Neuaufstellung einer Container-Anlage für die zweimal abgebrannte Bünder DRK-Kita Krempoli laufen auf Hochtouren. Probleme gibt es aber mit der Versicherung für die Aufbauten. „Unser alter Anbieter hat uns mitgeteilt, dass er uns nicht weiter versichern wird. Ihm ist das Risiko wohl zu groß“, sagt Wolfgang Koch, Vorsitzender des Rotkreuz-Kreisverbandes Herford-Land.

Daniel Salmon

Die Brandschutztür zu einem Container-Trakt hielt beim Feuer im Februar den Flammen stand. Foto: Daniel Salmon

Das Problem: Ohne einen vorhandenen Versicherungsschutz kann Container-Lieferant Algeco nicht mit dem Aufbau beginnen. Koch: „Wir haben aber bereits ein neues Angebot eingeholt.“ Und auch Algeco habe dem Roten Kreuz einen Vorschlag unterbreitet, die Container über das Unternehmen selbst zu versichern.

Der Schaden, der durch die Brände in den vergangenen Monaten angerichtet wurde, dürfte mittlerweile in die Millionen gehen. Ende Oktober vergangenen Jahres hatten Unbekannte Mülleimer am ursprünglichen Kita-Gebäude angesteckt. Die Flammen griffen auf den Komplex über, zerstörten ihn fast vollständig.

Am 11. Januar setzen Unbekannte dann Dämmmaterial, das in der Brandruine gelagert wurde, in Brand. Und in der Nacht auf den 18. Februar wurde dann das fast bezugsfertige Container-Dorf, das als Ersatz auf Zeit für das abgefackelte Kita-Gebäude dienen sollte, angezündet.

Als Reaktion auf die mehrfachen Brandanschläge überwachen mittlerweile vier Kameras das Gelände an der Stauffenbergstraße und auch ein Sicherheitsdienst schaut regelmäßig nach dem Rechten.

Wenn nun alles gut laufe, so der DRK-Vorsitzende, könne mit dem erneuten Aufbau der Container-Anlage in einigen Wochen begonnen werden. Eine Schlüsselübergabe in diesem Monat sei realistisch: „Das hat uns Algeco zumindest zugesagt.“

Ursprünglich sollte die Ersatz-Kita schon Anfang Mai in Betrieb gehen. Weil aber die passenden Container nicht vorrätig waren, musste das Aufbaukonzept angepasst werden. „Das hat natürlich alles Zeit gekostet“, so Koch. Er hofft nun, dass die Kita-Kinder in rund sechs Wochen das erste Mal über das neue Gelände toben können. Derzeit werden die 125 Mädchen und Jungen noch in mehreren ehemaligen Britenhäusern in Hunnebrock betreut. Eine Betriebserlaubnis der Stadt, die aufgrund der Brände bereits verlängert wurde, läuft Ende Mai aus. „Ich denke, aber, dass die unkompliziert dann vielleicht noch mal für einen kurzen Zeitraum verlängert werden kann, bis der Umzug über die Bühne gegangen ist“, meint der DRK-Kreisvorsitzende.

Koch betont zudem, dass der Architekt des Kita-Neubaus davon ausgehe, dass die dann wiederrichtete Krempoli-Kita zu Beginn des Kita-Jahres 2022/23 in Betrieb gehen werde.

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