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40 Neuinfektionen innerhalb von einer Woche – zwei Hotspots in Enger und Spenge

Britische Mutante im Kreis Herford auf dem Vormarsch

Herford (WB)

Eine Zwischenbilanz zur Ausbreitung der britischen Corona-Mutation hat der Kreis Herford veröffentlicht. Demnach ist derzeit etwa ein Viertel aller Neuinfektionen auf die Mutante zurückzuführen.

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Immer häufiger wird die britische Mutante des Coronavirus bei Neuinfektionen im Kreis Herford nachgewiesen. Derzeit ist sie für gut ein Viertel aller Fälle verantwortlich. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Bislang haben sich 46 Menschen aus dem Kreis Herford mit der britischen Mutation des Coronavirus infiziert (Stand Dienstag, 23. Februar). Die erste bestätigte Infektion dieser Art war bei einem Mann aus Kirchlengern am 5. Februar nachgewiesen worden.

Die meisten dieser Infektionen stehen im Zusammenhang mit Ausbrüchen in der Spenger Kita „Taka-Tuka-Land“ - insgesamt 14 bestätigte Fälle - sowie in einer Wohneinrichtung des Wittekindshofes in Enger. Dort wurden seit dem Wochenende 18 nachgewiesene Infektionen mit der britischen Mutation bekannt. Alle 24 Bewohner des Hauses befinden sich in der Einrichtung in Quarantäne. Alle Kontaktpersonen wurden kontaktiert.

Norbert Burmann, Sozialdezernent des Kreises Herford

Landrat Jürgen Müller macht die Ausbreitung der britischen Mutation Sorgen: „Durch sie gibt es eine neue Entwicklung im Infektionsgeschehen bei uns im Kreis - wie auch in ganz Nordrhein-Westfalen und der Bundesrepublik. 40 bestätigte Neuinfektionen innerhalb einer Woche im Kreis – und das trotz Hygienekonzepten in den betroffenen Einrichtungen – würden zeigen, wie ansteckend und gefährlich die britische Mutation sei.

Das bestätigt auch Norbert Burmann, Sozialdezernent des Kreises Herford: „Wir haben die Entwicklungen sehr genau im Blick. Im Umgang mit der Mutation gelten besonders strenge Maßnahmen, die unser Gesundheitsamt mit den betroffenen Personen und Einrichtungen genau bespricht.“

So sei beispielsweise eine Freitestung aus der Quarantäne nach zehn Tagen – wie bei einer üblichen Corona-Infektion – nicht möglich. Darüber hinaus werde den Betroffenen dringend geraten, sich nach Entlassung aus der Quarantäne zusätzlich für eine Woche in eine sorgfältige Selbstbeobachtung zu begeben, so Norbert Burmann.

Der Landrat mahnt angesichts der aktuellen Entwicklungen zur Vorsicht: „Wir müssen alle gemeinsam dafür Sorge tragen, dass die Infektionszahlen in den nächsten Tagen und Wochen nicht immer weiter steigen. Deshalb ist es nach wie vor ungemein wichtig: Halten Sie sich an die Abstands- und Hygieneregeln und seien Sie achtsam. Auch wenn wir mit den Impfungen beginnen konnten, wird uns das Virus mit den Mutationsvarianten vor weitere Herausforderungen stellen“.

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