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Bünder Kneipennacht mit neun Bands, Duos und Solokünstlern ordentlich besucht

Das große Wandern bleibt aus

Bünde (WB). »Einmal Eintritt zahlen – alles live erleben«: Dem Konzept blieb man auch bei der 15. Bünder Kneipennacht treu. Bands, Duos und Solokünstler spielten an mehreren Orten in der Innenstadt Songs, die jeder kennt.

Karl-Hendrik Tittel

Blick nach unten: Im Stadtkind wechselten die Besucher am häufigsten. Das Lokal war wie die anderen Standorte der 15. Kneipennacht ordentlich, aber nicht so knackevoll wie in den Vorjahren gefüllt. Der guten Stimmung tat das keinen Abbruch. Foto: Karl-Hendrik Tittel

Zu hören gab es erdigen Rock, gefällige Popklänge, Funk und Salsa, gemäßigte Punksongs oder innovativ interpretierte Klassiker. In einigen Läden ging es recht gemütlich zu, in anderen die Post ab.

Mit neun Bands war die Auswahl wie in den beiden Vorjahren übersichtlich. Im Programm waren zwar zehn Bands aufgeführt, aber den Haus-DJ der Wilhelmshöhe als Band zu bezeichnen, ist Etikettenschwindel. Lange vorbei sind die Zeiten, als noch 16 Bands in 16 Lokalen für Stimmung sorgten; 2009 war das. Seitdem wurde es kontinuierlich weniger bei der Bünder Kneipennacht – seit drei Jahren stagniert die Anzahl der Liveacts bei neun.

Im Mexim’s versucht die Band »CATO« alles, um die weit an den Tischen entfernt sitzenden Zuschauer zu unterhalten. Foto: Karl-Hendrik Tittel

So präsentierte sich der ehemalige Musikmarathon anno 2019 als kompakter und recht ordentlich besuchter Dauerlauf. Strahlkraft scheint die Veranstaltung aber noch zu besitzen. »Wir sind auf Empfehlung und mit Freunden das erste Mal hier und bis jetzt zufrieden«, sind sich Inghild und Horst Krüger aus Hille einig. Los ging es bei ihnen im Stadtkind, wo die Bünder Band »Jac.b« nah am Publikum eine große Stilvielfalt sowie eine Menge Spielfreude bot. Hier wurde ausgiebig getanzt und fand auch die meiste Besucherfluktuation statt.

Bekommen viel Applaus: Die Bünder Band »Jac.b« sorgt im Stadtkind für gute Stimmung und überzeugt durch musikalisches und gesangliches Können. Foto: Karl-Hendrik Tittel

Das war in den anderen Lokalitäten weniger als sonst der Fall. »Wir bleiben den ganzen Abend hier – die Musik ist super«, sagte beispielsweise ein Dolbibesucher, der es sich auf einem Barhocker gemütlich gemacht hatte und die treibenden 70er-und 80er-Covers von »Touch of Sound« genoss. Selbst in der traditionsreichen Bünder Musikneipe war es erwartungsgemäß voll, aber tatsächlich noch der eine oder andere Stehplatz zu haben.

Vor Mad Martin, dem Frontmann von »Fall Out«, sind keine Kisten, Bänke oder sonstige Einrichtungsgegenstände im KIZ Café Solero sicher. Foto: Karl-Hendrik Tittel

Draußen waren immer mal wieder einige Grüppchen in der Innenstadt zu sehen, der große Wandertag blieb aber aus. Stichprobenartig nachgefragt, zeichneten einige Gastronomen ein durchweg positives Bild. »Läuft gut« oder »klasse Umsatz« waren unter anderem um kurz vor Mitternacht zu hören.

Im Mexim’s spielte die Band »CATO« wie von der Tarantel gestochen, die Stimmung wollte aber zu den weit entfernten Tischen nur schwerlich überspringen. Anders als früher an gleicher Stelle das legendäre »eigenArt« eignet sich das Mexim’s für solche Konzerte nur bedingt. Ein Kontrast bot das KIZ Café Solero, wo es »Fall Out« ordentlich scheppern ließen.

Die innovativsten und kuriosesten Coverversionen boten die »Akustik Helden«, im Wintergarten des Else-Sterns war aber nur begrenzt Platz. Im Olympia spielte »Samuel Castillo Principe Band«, in der Knolle die Lokalmatadore »Backwater«, und im Buginithi überzeugten die »Dos Hombres« mit zwei Akustikgitarren sowie im Themenwechsel Matt Warren als Solokünstler.

Platz ist in der kleinsten Hütte: Die ohne Frage gleichsam innovativsten wie kuriosesten Coverversionen bieten die »Akustik Helden« im Wintergarten des Else-Sterns. Foto: Karl-Hendrik Tittel
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