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Sonderausstellung „Endlose Weiten und lichtlose Tiefen“ im Bünder Museum eröffnet

Das Meer und der Mensch

Bünde  (WB). Gut dreiviertel der Erdoberfläche ist von Wasser bedeckt. Und der Körper eines Erwachsenen besteht zu etwa 70 Prozent aus H2O. Eine schöne Parallele, ist Wasser doch die Grundlage des Lebens auf unserem Planeten – und wichtigstes Element der neuen Sonderausstellung im Bünder Museum.

Karl-Hendrik Tittel

Premierengäste: „Endlose Weiten und lichtlose Tiefen – Das Blau unseres Planeten“ heißt die Schau, die am Sonntag eröffnet wurde. Foto: Karl-Hendrik Tittel

„Endlose Weiten und lichtlose Tiefen – Das Blau unseres Planeten“ heißt die Schau, die am Sonntag eröffnet wurde und bis zum 17. Mai zu sehen sein wird. Auf mehr als 300 Quadratmetern werden facettenreiche Einblicke, Exponate, interaktive Angebote, Informationen, Denkanstöße und Ausblicke sowie eine Reise in die Welt der Meere bis weit in die Vergangenheit hinein geboten. „Wir freuen uns, erneut eine besondere Ausstellung präsentieren zu können, die sowohl ein aktuelles Thema als auch viele lokale Bezüge aufgreift“, sagte Wolfgang Koch zur Eröffnung. Der Bürgermeister hob die überregionale Bedeutung des Dobergs hervor, diesem einzigartigen „Meerwasseraquarium aus Stein“, und erhofft sich von dieser Ausstellung auch eine Sensibilisierung für den Umweltschutz.

Mit einem Minivortrag voller unterhaltsamer Ausflüge in unterschiedliche Fachdisziplinen brachte Museumsleiter Michael Strauß den Premierenbesuchern Details der Schau näher. „Für keine bisherige Ausstellung haben wir so viele Schätze aus dem Archiv geholt.“ Die Meere seien nicht nur eine „wunderbare Badewanne“, sondern entscheidend für das Leben auf dem Planeten. „Und der Mensch, die Krone der Schöpfung, ist dabei, diese Badewanne zu zerstören – es ist absolut höchste Eisenbahn, Naturgesetze sind nicht verhandelbar“, mahnte Strauß. Er bedankte sich bei den vielen Helfern und Kooperationspartnern, die zum Gelingen beigetragen hätten: Paläontologischer Arbeitskreis, Förderverein für das Dobergmuseum, Geologisches Museum OWL, Naturschutzbund Deutschland, Küsten-Union Deutschland sowie Bünder Schüler und Einzelpersonen.

Die Eröffnungsgäste begaben sich anschließend auf Entdeckungsreise im Zeichen des blauen Planeten: zahlreiche interaktive Angebote wie ein Inselquiz, virtuelle Tauchfahrt in die Ostsee, die sagenhafte Reise des Odysseus, Erdgeschichtliches, der Mensch und das Meer, Lebensformen in den Ozeanen oder das Meer als Ökosystem und seine Verschmutzung. „Mir gefallen besonders die vielen Fossilien“, sagte die zehnjährige Löhnerin Julia, die zum ersten Mal das Bünder Museum besuchte. „Es sind etwa 230 fossile Exponate zu sehen, viel davon zum ersten Mal“, so Fritz Hasenburger vom Förderverein und Arbeitskreis und lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Museum.

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