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Bünder Lasse Hölscher (11) ist im Elsebruch und am Hücker Moor mit der Kamera unterwegs

Der Nachwuchs-Storchen-Fotograf

Bünde (WB)

Gestochen scharf und so nah herangezoomt, als könne man ihn anfassen: Lasse Hölscher ist fasziniert von Störchen und hat schon tolle Fotos vom Vogel im Elsebruch gemacht. Etwa seit einem Jahr ist der Elfjährige mit seiner Sony-Kamera in der Natur unterwegs. „Das ist eben auch trotz der Pandemie toll möglich“, sagt der Bünder, der das Gymnasium am Markt besucht.

Kathrin Weege

„Störche lassen sich gut beobachten, sie sind nicht besonders scheu“, sagt Lasse Hölscher. Er hat sich vom Bünder Storchen-Fotograf Peter Schubert „anstecken“ lassen und geht nun auch regelmäßig mit seiner Kamera los. Hier ist er im Elsebruch. Foto: Peter Schubert

Doch nicht nur die Störche faszinieren ihn. „Nachdem ich eine Sonderseite zum Eisvogel im WESTFALEN-BLATT gesehen habe, wollte ich ihn auch gerne einmal am Hücker Moor vor die Linse bekommen“, erzählt Lasse Hölscher. Mit dem Fahrrad geht‘s dann nach Spenge.

Doch so einfach ist es für Ungeübte gar nicht, den farbenprächtigen Vogel zu entdecken. Durch Zufall haben Lasse und seine Mutter Ina Hölscher eines Tages Peter Schubert, den Bünder Hobby-Fotografen, am Hücker Moor getroffen.

„Ich habe gerade ein neues Tele-Objektiv ausprobiert, als ich Peter Schubert mit seiner Canon-Kamera um den Hals am Gewässer gesehen habe. Wir kamen über Fotoapparate ins Gespräch und blieben schließlich in Kontakt“, erzählt Ina Hölscher.

Schubert erklärt dem Schüler auch, wie er den Eisvogel entdecken kann. „Man muss den Laut, den er macht, erkennen und dem Geräusch folgen. Das habe ich ein paar Mal mit Peter Schubert zusammen gemacht“, sagt Lasse Hölscher. Seither sind die beiden häufiger zusammen auf Foto- und Beobachtungs-Tour.

„Es ist eine tolle Sache, wenn man jemanden mit Erfahrung im Bereich der Vogel- und Naturfotografie an seiner Seite hat. Wir sind Peter Schubert dafür dankbar“, so Ina Hölscher.

Auch wenn‘s ins Elsebruch zum Nest geht, nimmt der Gymnasiast, der in seiner Freizeit Trompete sowie Geige spielt und für die TG Ennigloh schwimmt, das Rad. Das Storchenpaar an der Else will er die ganze Saison über immer mal wieder besuchen. Besonders spannend dürfte es werden, wenn der erste Nachwuchs zu sehen und vor die Linse zu holen ist.

„Ich finde, dass Störche sehr schöne Tiere sind. Außerdem sind sie nicht besonders scheu. Daher kann man sie recht gut fotografieren“, hat Lasse festgestellt. Er finde es spannend, dass die Vögel jährlich die weite Reise nach Süden antreten.

Lasse ist gerne in der Natur und schaut genau hin. Oft sind es die Kleinigkeiten, die ganz besonders sind. „Ich mache Fotos mit dem Makro-Objektiv – beispielsweise von Hummeln. Da kann man jede Menge Details, die man mit bloßem Auge erstmal nicht sieht, gut erkennen“, erklärt der Elfjährige seine Faszination.

Der Storch im Else-Bruch

Der Storch im Elsebruch in Bünde nutzt einen Horst, den Udo Wellmann von der Reitanlage Wellmann auf den Wiesen errichtet hat. Es ist bereits das neunte Jahr, in dem der Vogel nach seiner Tour aus dem Süden nach Bünde zurückkehrt. Störche sind nesttreu – dass ein Tier aber so oft kommt, ist ungewöhnlich. Eindeutig erkennbar ist der Storch durch seine Beringung.

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