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Leiharbeiter wollte gestohlenen Akku-Schrauber über das Internet verkaufen

Dieb (22) tappt in Polizei-Falle

Bünde (WB). Weil er von seinem Arbeitsplatz einen Akkuschrauber mitgehen ließ und diesen dann im Internet verschachern wollte, dürfte ein junger Bünder (22) nun seinen Job los sein. Die Polizei stellte dem Mann eine Falle und konnte ihm so den Diebstahl nachweisen.

Daniel Salmon

Ein Bünder wollte einen Akku-Schrauber verhökern, den er zuvor bei einer Küchenfirma gestohlen hatte. Foto: dpa

Nach Angaben der Beamten hatte der Leiharbeiter einer Küchenfirma in Bünde-Ahle den hochwertigen Akku-Bohrschrauber bereits am vergangenen Mittwoch mitgehen lassen. Einen Tag später bot er das Elektro-Werkzeug auf einem Kleinanzeigenportal im Internet zum Verkauf an. Pech für den Dieb. Ausgerechnet ein Mitarbeiter des Küchenherstellers erkannte das Firmenwerkzeug im Internet wieder. »Er verhandelte mit dem Täter über einen Kauf und man einigte sich auf einen Preis von 35 Euro. Danach schaltete er uns ein«, so Kreispolizeisprecher Steven Haydon auf Anfrage.

Am Freitag sollte die Übergabe stattfinden, allerdings schlüpfte ein Kriminalbeamter in die Rolle des Interessenten. »Der Dieb, der sich als Verkäufer ausgab, freute sich sichtlich, als der Beamte, der sich als Käufer ausgab, an dem vereinbarten Treffpunkt in Bünde erschien. Der Täter lächelte auch noch, als der Polizist sein Portemonnaie zückte«, schildert Steven Haydon.

Dienstmarke statt Bargeld

Als der Kripo-Beamte statt des Bargeldes aber seine Dienstmarke anstatt des verabredeten Bargeldbetrages aus der Börse zog, staunte der junge Bünder nicht schlecht. »Nach der Sicherstellung des Diebesgutes und der Personalienfeststellung soll er zum Kollegen gesagt haben: ›Ich schätze, ich brauche dann ja morgen wohl nicht mehr zur Arbeit‹«, so der Polizeisprecher.

In diesem Zusammenhang weist der Beamte darauf hin, »dass man an aus Internetauktionen gekauften Waren, die aus einem Diebstahl stammen, kein Eigentum erwerben kann«. Haydon fährt fort: »Dabei ist es auch egal, ob man gutgläubig handelt oder nicht. Stattdessen könnte man beim Kauf eines vermeintlichen Schnäppchens, das weit unter dem marktüblichen Preis gehandelt wird, sogar Gefahr laufen, als Hehler verdächtigt zu werden.« Daher sei es ratsam, sich bei einem solchen Handel immer die entsprechenden Kaufunterlagen zeigen zu lassen.

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