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Zu wenig Bandbreite – Stadt Bünde schlägt Marktplatz als Alternative vor

Doch kein freies WLAN im Park

Bünde (WB). Im Steinmeisterpark und im angrenzenden Freibad wird es wohl vorerst kein freies WLAN geben. Der Grund: Die verfügbare Bandbreite wäre zu gering. Die Stadtverwaltung hat Alternativvorschläge erarbeitet. Am 4. Juli wird das Thema politisch diskutiert.

Daniel Salmon

Weil im Steinmeisterpark zu wenig Bandbreite verfügbar wäre, schlägt die Stadt den Marktplatz als Standort für einen WLAN-Hotspot vor. Foto: Daniel Salmon

Der Vorschlag aus dem Rathaus sieht vor, den Fokus zunächst auf den Marktplatz und auf den Museumsvorplatz zu legen. Der Hauptausschuss wird sich nun Dienstagabend mit dieser Idee befassen.

Wie berichtet, hatten die Mitglieder des selben Gremiums die Stadtverwaltung im Mai damit beauftragt, die Einrichtung von öffentlichen und kostenlosen Hotspots in der City zu prüfen und auf den Weg zu bringen. Verständigt hatten sich die Lokalpolitiker darauf, die Pilotphase des Projekts zunächst im Bereich des Parks und des Freibads zu starten.

Nur 8 Mbit/s möglich

Die Untersuchungen der Mitarbeiter der Kommune haben für dieses Areal allerdings kein zufriedenstellendes Ergebnis zu Tage gefördert. Zwar existieren sowohl am Standort Steinmeisterpark als auch auf dem Freibadgelände zwei Anschlüsse beziehungsweise Leitungen, die zur Bereitsstellung eines öffentlichen WLAN-Anschlusses genutzt werden könnten. Jedoch würden beide Leitungen im »asymmetrischen« Bereich keine ausreichende Bandbreite bieten.

Konkret ließe der IP-Anschluss im Freibad nur eine Geschwindigkeit von 27 Mbit pro Sekunde zu. Der Anschluss im DLRG-Gebäude im Park biete sogar nur 8 Mbit/s. Die angestrebte Nutzungsqualität von mindestens 50 Mbit/s würde somit nicht erreicht.

Die Verwaltung schlägt daher vor, zunächst den Marktplatz als Standort für einen öffentlichen Hotspot für das Pilotprojekt ins Visier zu nehmen. Nach einer ersten Untersuchung würde sich der Anschluss am Marktgymnasium dafür eignen, müsste allerdings aufgerüstet werden.

Markt- und Museumsplatz als Alternative

Als geeignet für öffentliches WLAN erachtet die Verwaltung zudem den Museumsplatz und schlägt auch hier eine Prüfung vor. »Hier besteht bereits ein Anschluss im Stadtbusbüro, so dass die Bereitstellungs eines öffentlichen WLAN gegebenen falls kurzfristig umgesetzt werden kann«, heißt es in den Unterlagen für den Hauptausschuss.

Im Bezug auf die Standorte Steinmeisterpark und Freibad bestehe zudem die Möglichkeit, EU-Mittel für eine spätere Ausrüstung mit Hotspots zu beantragen. Dort könnten dann Glasfaserleitungen verlegt werden, um entsprechende Bandbreiten zu erreichen. Eine Beantragung der Fördergelder sei aber erst ab Jahresende möglich.

Die FDP, die die Bereitstellung von kostenlosem WLAN in der City vor einigen Monaten angestoßen hatte, könnte sich mit den Ideen der Verwaltung anfreunden. »Uns ist es vor allem wichtig, dass zunächst mal mit etwas angefangen wird. Außerdem war es uns sowieso ein Anliegen, dass zunächst der direkte Innenstadtbereich ins Auge gefasst wird«, so Fraktionschef Ernst Tilly.

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