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Betriebsgelände an der Engerstraße in Bünde soll um 15.000 Quadratmeter wachsen

Drekopf-Recyclingzentrum braucht mehr Platz

Bünde/Enger (WB). Mehr Fläche für Container und Co.: Das Drekopf Recyclingzentrum an der Engerstraße will sein Betriebsgelände um 15.000 Quadratmeter erweitern. Eine wichtige Entscheidung in der Sache hat nun der Planungsausschuss gefällt.

Daniel Salmon

Das Recyclingzentrum an der Engerstraße in Bünde benötigt mehr Platz. Foto: Daniel Salmon

Seit rund 24 Jahren firmiert das Unternehmen unter den Namen Drekopf im Ortsteil Hüffen. Von anfänglich 9000 wuchs die Fläche des Recyclingzentrums auf 35.000 Quadratmeter an. Ein Teil des Areals liegt auf dem Gebiet der Nachbarstadt Enger. Rund 85.000 Tonnen Abfall – vor allem Papier, Holz und Kunststoff – werden am Bünder Standort pro Jahr umgeschlagen und behandelt. Etwa 80 Mitarbeiter sind bei Drekopf in Bünde beschäftigt.

Invesition von 1,5 Millionen Euro

Zur Weiterentwicklung und zur Sicherung des Standortes in der Elsestadt will Drekopf in östlicher Richtung vergrößern, hat dazu ein angrenzendes Feld erworben. „Derzeit haben wir in Bünde mehrere externe Flächen angemietet, auf denen wir leere Container zunächst zwischenlagern. Um die logistischen Abläufe zu verbessern, wollen wir nun das Grundstück neben unserem Standort zur Lagerung nutzen“, erklärt Drekopf-Niederlassungsleiter Tristan Preiß. Rund 1,5 Millionen Euro will das Unternehmen dafür in die Hand nehmen. Perspektivisch sei geplant, auf der Fläche zusätzlich eine Gewerbeabfallsortieranlage einzurichten – und somit neue Arbeitsplätze zu schaffen. Erst 2017 hatte Drekopf an der Engerstraße 1,3 Millionen Euro in eine Großpresse und ein 1200 Quadratmeter großes Hallengebäude investiert.

Damit sich das Unternehmen vergrößern kann, muss aber der derzeit geltende Flächennutzungsplan (FNP) der Stadt Bünde in dem Bereich angepasst werden. Derzeit ist das Betriebsgelände, inklusive der geplanten Erweiterung, als Fläche für die Landwirtschaft ausgewiesen. Planungsrechtlich ist es aber vonnöten, das Areal in eine Sonderbaufläche „Entsorgung und Recycling“ umzuwidmen. Die Bezirksregierung Detmold hat bereits grünes Licht für eine Änderung des FNP gegeben.

Grüner hat Einwände

Und auch die Mitglieder des Bünder Planungsausschusses stimmten am Donnerstagabend für eine Umwidmung. Bedenken äußerte lediglich Grünen-Ratsherr Elmar Holstiege: „Dort soll landwirtschaftliche Fläche in Gewerbefläche umgewandelt werden. Mir leuchtet nicht ein, dass der Betrieb eine Erweiterung nicht anders hinbekommen kann. Man könnte doch in die Höhe bauen.“ Zwar wolle Holstiege nicht, dass das Unternehmen abwandere oder einen zweiten Standort in Bünde aufmache, aber es sei die Frage, ob Drekopf seine bisherige Fläche nicht einfach effektiver nutzen könne. Technischer Beigeordneter Andreas Siepenkothen wies darauf hin, dass höhere Gebäude aufgrund einer über dem Gelände verlaufenden Hochspannungsleitung dort nicht errichtet werden könnten. „Und außerdem geht es ja um Lager- und Abstellflächen, die der Betrieb benötigt.“

Bei zwei Enthaltungen stimmte das Gremium letztlich für die FNP-Änderung, die der Stadtrat am 3. September noch absegnen muss.

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