1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Buende
  6. >
  7. Ehemalige Altentagesstätte als Mensa?

  8. >

Grundschule Dünne benötigt größeren Speiseraum für OGS-Kinder – KBB soll Planung erstellen

Ehemalige Altentagesstätte als Mensa?

Bünde (WB). 77 Mädchen und Jungen werden mittlerweile im Offenen Ganztag der Dünner Grundschule betreut – und auch verpflegt. Laut Schulleitung bringt dieser Umstand jedoch Probleme mit sich.

Daniel Salmon

Gerne möchte die Grundschule Dünne die ehemalige Altentagesstätte an der Lessingstraße als Mensa nutzen. Foto: Daniel Salmon

Denn ursprünglich war die Planung der Essensversorgung nur von zwei Schülergruppen (50 Kinder) ausgegangen, aktuell sind es drei. Bislang steht dem OGS-Team daher nur ein kleiner Speiseraum zur Verfügung, bis 14 Uhr müssen die Kinder dort in Schichten essen. »Diese Situation ist angesichts steigender Anmeldezahlen nicht mehr länger tragbar«, findet die Schulleitung und hat sich mit einem Brief an die Stadtverwaltung gewandt. Diese hat das Thema nun den Mitgliedern des dafür zuständigen Schulausschusses zur Beratung vorgelegt.

Ausschuss zeigt Verständnis

Einen möglichen Lösungsansatz hatte die Schulleitung gleich mitgeliefert. Denn direkt neben der Schule befindet sich die ehemalige Dünner Altentagesstätte, die seit diesem Sommer nicht mehr vom Sozialamt genutzt wird. Das Gebäude, das 1932 erbaut und letztmals 1990 saniert wurde, wird derzeit ohnehin teilweise von der Schule genutzt. Würde die ehemalige Begegnungsstätte hergerichtet und dort eine Schulküche eingebaut, könnte sie auch als Essensausgabe – sozusagen als Mensa – für die OGS genutzt werden, so die Idee der Schulleitung. Auf diese Weise könnte auch die Zahl der OGS-Betreuungsplätze aufgestockt werden. Die Nachfrage dafür sei vorhanden.

Seitens der Schulausschussmitglieder herrschte durchaus Verständnis für dieses Anliegen. Wolfgang Pohl (SPD) meinte aber auch: »Es handelt sich um ein altes Gebäude. Eine Sanierung kommt eventuell teurer als ein Neubau. Darüber müsste man nachdenken.«

Erster Beigeordneter Günther Berg betonte: »Genau das sind die fragen, die wir abgeklärt haben möchten.« Denn auch durch den Brandschutz und Energieeinsparverordnungen gebe es hohe Vorgaben – vor allem was schulisch genutzte Gebäude angehe.

Hauswirtschaftsraum weggefallen

In ihrem Schreiben hatte die Schule ferner angemerkt, dass ein Multifunktionsraum der bislang für hauswirtschaftliche Zwecke genutzt wurde, der Einrichtung nicht mehr zur Verfügung steht. Auch diese Nutzung könnte, so die Idee der Schule, gegebenenfalls in die Begegnungsstätte verlagert werden.

Schulamtsleiter Thomas Clausing merkte an: »Wir müssen gucken, ob wir eine Kompensation im vorhandenen Bestand für den Hauswirtschaftsraum finden. Wir gehen aber davon aus, dass das mit überschaubarem Aufwand machbar ist.« Einstimmig sprach sich der Schulausschuss daraufhin dafür aus, die Bünder Kommunalbetriebe mit einer Kostenschätzung und Vorplanungsentwürfen zur baulichen Umgestaltung der Altentagesstätte zu beauftragen. Zudem solle eine Lösung erarbeitet werden, um den Wegfall des Hauswirtschaftsraums zu kompensieren.

Startseite