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Baustelle an der Lübbecker Straße: Bünder Feuerwehr ist über Borriesstraße schneller

Eine Minute macht den Unterschied

Bünde (WB). Im Ernstfall zählt jede Minute: Für fast niemanden gehört dieser Satz so zum Alltag wie für Rettungssanitäter und Feuerwehrleute. Seit Montag behindert die Baustelle an der Lübbecker Straße den direkten Fahrtweg der Feuerwehr in die Innenstadt. Deshalb gab es jetzt eine Ortsbegehung, bei der die Situation analysiert werden sollte.

Angelina Zander

Durch die Baustelle an der Lübbecker Straße zu fahren, würde die Einsatzkräfte eine Minute mehr Zeit kosten. Foto: Daniel Salmon

Zuletzt war diese Problematik Thema im Feuerwehrausschuss (diese Zeitung berichtete exklusiv).

Zeitvergleichsprobe veranlasst

Ein Verantwortlicher des Landesbetriebs Straßen NRW zeigte einem Wachabteilungsführer der Feuerwehr am Montag die Baustelle. Bündes Feuerwehrchef Rüdiger Meier veranlasste außerdem eine Zeitvergleichsprobe außerhalb der Betriebszeiten der Baustelle. Das Ergebnis: Eine Minute sind die Einsatzkräfte schneller, wenn sie die Baustelle umfahren. Würden die Fahrzeuge von der Dünner Straße durch die Baustelle in Richtung Innenstadt fahren, müssten die Feuerwehrleute zunächst die Absperrbaken, die der Landesbetrieb Straßen NRW aufgestellt hat, zur Seite stellen, um sie, nachdem die Fahrzeuge daran vorbeigefahren sind, dann wieder in ihre ursprüngliche Position zu stellen. »Das kostet Zeit«, stellt Meier nach der Zeitvergleichsprobe fest.

Bedenken habe ihm auch der laufende Baustellenbetrieb bereitet: »Wenn dann noch Mulden oder Fahrzeuge in der Baustelle stehen, dauert es im Zweifel auch länger.« Damit es nicht auch über die Ausweichstrecke länger dauert, appelliert der Leiter der Feuerwehr an die Bünder Bürger: »Man sollte zügig Platz machen, wenn man Signalfahrzeuge sieht oder hört.«

»Effizienteste Strecke«

Die Lösung, die Rettungsfahrzeuge über die Borriesstraße umzuleiten, bezeichnete die Stadtsprecherin Doris Greiner-Rietz als die »effizienteste Strecke« und wies gleichzeitig daraufhin, dass die einige Fahrzeuge für die dreiwöchige Bauzeit an der Lübbecker Straße an andere Standorte verlegt hat. Damit sei gewährleistet, dass sowohl nördlich als auch südlich der Baustelle mindestens ein Rettungsmittel zur Verfügung stehe, erläuterte Meier.

So solle verhindert werden, dass Ärzte und Notfallsanitäter nicht durch die Baustelle behindert werden und die Erstversorgung der Patienten gewährleistet ist. Ein Rettungswagen sei dafür beispielsweise tagsüber am LukasKrankenhaus platziert. Damit auch die ehrenamtlichen Kräfte der Löschgruppe Bünde-Mitte zu den Einsatzfahrzeugen gelangen, wurden zwei Fahrzeuge auf einem Betriebsgelände am Lönsweg/Wittekindstraße geparkt, sagte Meier.

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