WB-Leser machen Vorschläge wie die Lettow-Vorbeck-Straße nach einer Umbenennung künftig heißen könnte

Eine Steve-Jobs-Straße für Bünde?

Bünde (WB)

Noch ist die Umbenennung der Lettow-Vorbeck-Straße nicht in trockenen Tüchern, die Entscheidung des Stadtrates steht noch aus. Doch die Zustimmung des Gremiums dürfte als sicher gelten. Aber wie könnte die Straße künftig heißen? Einige WB-Leser haben der Bünder Redaktion ihre Ideen zugesandt.

Daniel Salmon

Sollte Steve Jobs im Falle einer Umwidmung der Lettow-Vorbeck-Straße neuer Namensgeber werden? Ja, meint zumindest ein WB-Leser. Foto: dpa/Peer Grimm

Dass der umstrittene Reichswehrgeneral bald nicht mehr als Namensgeber für die Straße, an der auch das Bünder Finanzamt steht, herhalten wird, dürfte als ziemlich sicher gelten. Im Verkehrsausschuss hatte der Antrag für eine Umwidmung, den SPD, Grüne und Linke gemeinsam gestellt hatten, eine Mehrheit bekommen. Im Rat – hier verfügen die drei Fraktionen über die meisten Stimmen – dürfte das Votum ähnlich ausfallen. Im Anschluss wollen die Antragsteller dann in einer öffentlichen Diskussion nach einer neuen Bezeichnung für die Lettow-Vorbeck-Straße suchen.

Nach einem Aufruf dieser Zeitung haben sich einige Leser schon so ihre Gedanken zu dem Thema gemacht. Dabei haben auch Bürger anderer Kommunen Vorschläge eingereicht. So regt Karl-Hermann Killmer aus Hiddenhausen an, die Opfer zu würdigen, die auf das Konto des Kolonial-Offiziers Paul von Lettow-Vorbeck gehen. Dieser war nämlich im damaligen Deutsch-Südwestafrika maßgeblich an der Niederschlagung des Aufstandes der Volksgruppen der Nama und Herero beteiligt. „Daher sollte man die Straße Hererostraße nennen“, meint Killmer.

Otto Beckmann hat eher eine pragmatische Lösung in der Sache im Sinn. Er meint: „Mein Vorschlag für die Umbenennung wäre Elsestraße – in Verlängerung der bisherigen Elsestraße.“

Auf jeden Fall interessant ist der Vorschlag, den Sebastian Dornemann eingesandt hat. Er fragt: „Wie wäre es, die Straße nach dem Apple-Gründer und IT-Visionär Steve Jobs zu benennen?“

Eine Anliegerin der Lettow-Vorbeck-Straße bringt eine Idee ein, die gut zur Bünder Stadtgeschichte passen würde: Tabakstraße „Wenn ich schon meine Adresse überall neu bekannt geben muss, dann sollte man bitte einen Namen nehmen, den ich nicht ständig buchstabieren muss“, findet Inge Brünger-Mylius.

Thematisch daran angelehnt dürfte ein weiterer potenzieller neuer Name sein, den eine Leserin an diese Zeitung gemailt hat: Zigarrenstraße.

Haben Sie, liebe Leser, noch weitere Ideen für einen mögliche Neubenennung der Straße? Dann schicke Sie gerne eine Mail an:  buende@westfalen-blatt.de

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