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28-Jähriger fährt auf Radweg in falscher Richtung und wird von Auto erfasst

Erster E-Scooter-Unfall im Kreis Herford

Bünde  (WB). Seit Juni sind E-Scooter mit Straßenzulassung in Deutschland erlaubt, kurven seither auch durch die Region. In Bünde hat es am Mittwochmorgen den ersten Unfall im Kreis Herford mit einem der Elektroflitzer gegeben. Der 28-jährige Fahrer kam ins Krankenhaus.

Daniel Salmon

Auf dem Radweg stießen der Ford der 53-Jährigen und der 28-jährige Bünder zusammen. Foto: Polizei Herford

Unweit der Realschule Bünde-Mitte war der Mann um 7.18 Uhr mit dem Ford einer Hiddenhauserin (53) zusammengestoßen. Nach Erkenntnissen der Polizei war der Scooterfahrer auf dem Radstreifen entlang der Herforder Straße unterwegs gewesen – allerdings in Richtung Innenstadt und somit in der falschen Fahrtrichtung.

Zur Kollision kam es, als die 53-Jährige mit ihrem Wagen vom Strotweg aus nach rechts auf die Herforder Straße einbiegen wollte. Der Mann wurde mit seinem Roller auf den Asphalt geschleudert, war nach Angaben von Kreispolizeisprecherin Simone Lah-Schnier beim Eintreffen der Rettungskräfte und der Streifenbeamten – die Bünder Wache ist nur knapp 100 Meter vom Unfallort entfernt – zunächst nicht ansprechbar.

Rettungshubschrauber angefordert

Weil für die Helfer zunächst nicht klar war, wie schwer der Rollerfahrer nach dem Unfall verletzt war, forderten sie vorsichtshalber den Rettungshubschrauber »Christoph 13« aus Bielefeld an. Der Helikopter landete wenig später auf dem Parkplatz des nahegelegenen Lidl-Supermarktes. Allerdings konnten die Luftretter kurz danach wieder aufsteigen – ohne das Unfallopfer an Bord. Der mittlerweile wieder ansprechbare Bünder wurde stattdessen mit dem Rettungswagen ins Lukas-Krankenhaus gebracht.

E-Roller für Straßenverkehr zugelassen?

Für die Unfallaufnahme blieb der Bereich um die Ecke Strotweg/Herforder Straße eine knappe Stunde gesperrt. Gegen 8.20 Uhr wurde die Fahrbahn dann wieder für den Verkehr freigegeben. Derzeit überprüfen die Ermittler noch, ob der verunglückte E-Roller überhaupt für den Straßenverkehr zugelassen war.

Helm verhindert schwerere Verletzungen

Nach Auskunft von Kreispolizeisprecherin Lah-Schnier hatte der Rollerfahrer während des Unfalls einen Schutzhelm getragen – zum Glück. »Denn der Helm hat definitiv schwerere Verletzungen verhindert«, ist sich die Polizistin sicher. Bereits am Mittwochmittag habe der 28-Jährige nach einer ambulanten Behandlung die Klinik wieder verlassen können. Die Beamtin fährt fort: »Der Vorfall war der erste Unfall unter Beteiligung eines E-Rollers im Kreisgebiet.« Bei der Verbreitung der trendigen und bis zu 20 Stundenkilometern schnellen Elektroflitzer sei der Kreis Herford ihrer Einschätzung noch ein weißer Fleck auf der Landkarte. Bislang seien bei der Behörde auch noch keine Beschwerden über mögliches Fehlverhalten von E-Scooter-Fahrern eingegangen.

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