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Corona-Schnelltestzentrum für Kraftfahrer in Riemsloh geht in Betrieb – mobile Variante am Bünder Autohof ab Samstag vor Ort

Fenster runter, Stäbchen rein, Abfahrt

Bünde/Melle (WB)

Fahrerfenster runter, Mund auf, Stäbchen rein: Jakob Tews aus Bünde ist der erste Brummipilot, der am Kraftfahrer-Testzentrum in Riemsloh einen Corona-Schnelltest absolviert. Nach 15 Minuten ruft der 49-Jährige: „Ich bin negativ.“

Daniel Salmon

Bitte einmal „Aaaah“ machen: Ein Mitarbeiter des Testzentrums im Ganzkörper-Overall entnimmt Berufskraftfahrer Jakob Tews aus Bünde eine Probe. Die Analyse dauert eine Viertelstunde. Danach freut sich der 49-Jährige: „Ich bin negativ!“ Foto: Daniel Salmon

Es ist 12 Uhr am Freitagmittag, Tews ist der vierte Interessent, der das Werkgelände der Spedition Waldbach an der Rationalstraße ansteuert. Das Interesse an dem Angebot an dem privaten Testzentrum ist somit noch verhalten. „Wir müssen uns ja erst etablieren und Werbung haben wir kaum gemacht“, sagt Firmenchef Björn Waldbach. Gemeinsam mit dem Bünder Fahrlehrer und Ex-Bürgermeisterkandidat Marc Höcker hatte er die Idee für die Schnelltest-Station unweit der A30.

Neben Lkw-Fahrern können auch alle anderen Bürger in ihren Autos das Testzentrum ansteuern. „Drei waren schon da, einer aus Herford, zwei kamen aus Melle“, erklärt Waldbach-Logistikleiter Eki Demiri. Die Anmeldung über die Homepage des Testzentrums habe tadellos geklappt. „Die Einfahrt auf den Hof, samt Probenentnahme dauert kaum fünf Minuten. Das Ergebnis kommt dann per Mail“, so Demiri.

Über ein Rampe gelangen die Mitarbeiter des Kraftfahrer-Testzentrums ans Fahrerhaus. Foto: Daniel Salmon

Auf das Hygienekonzept auf dem Gelände der Teststation mit einer Fahrspur für Lkws und einer für Pkws wird großen Wert gelegt. Die Mitarbeiter tragen weiße Ganzkörper-Overalls, neben der Anmeldung läuft auch die Bezahlung – ein Test kostet 39 Euro – kontaktlos ab. „Das Personal wurde medizinisch eingewiesen, weiß um die Entnahme der Proben und die Entsorgung der gebrauchten Test bestens Bescheid. Ich habe mich davon überzeugt, dass alles in Ordnung ist“, sagt Dr. Albrecht Höfer, der medizinische Schirmherr der Aktion. Der pensionierte Verkehrsmediziner würde sich bei einem positiven Schnelltest auch um die Durchführung eines genaueren PCR-Tests kümmern. „Wird bei jemandem eine Corona-Infektion nachgewiesen, informieren wir natürlich das jeweils zuständige Gesundheitsamt“, so Dr. Höfer, der das Test-Angebot, das sich vor allem an Lkw-Fahrer richtet, begrüßt: „Die Fahrer sind ja eigentlich ständig unterwegs. Hier in Riemsloh müssen sie zur Teststation nur kurz von der Autobahn runter, können hier einfach ranfahren. Sie müssen sich somit nicht extra einen Tag Urlaub nehmen, um einen Test bei den Zentren der Gesundheitsämter oder beim Hausarzt zu machen.“

Am Bünder Autohof in Ennigloh wird an diesem Samstag, 16. Januar, dann auch das Corona-Testmobil von Marc Höcker seinen Dienst aufnehmen. „Wir sind von 8 bis 17 Uhr vor Ort und können Schnelltests durchführen“, sagt der Fahrlehrer. Das Testzentrum in Riemsloh hat samstags von 8 bis 12 Uhr sowie auf Anfrage und montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Brummi-Fahrer Jakob Tews ist jedenfalls froh, dass er den Test auf so unkomplizierte Weise absolvieren konnte. „Bald ist das für uns Lkw-Fahrer, die auch ins Ausland müssen, sowieso bestimmt Pflicht.“ Dank seines negativen Test sei er „beruhigt und froh“, dass er nun weiter seiner Arbeit nachgehen könne.

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