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Bünde: Vier Neubau-Alternativen vorgestellt – Sanierung »wenig sinnvoll«

Freibad: »Luxusvariante« oder kompakte Lösung?

Bünde (WB). Ein 50 Meter-Becken mit Erlebnispool oder doch nur eine 25-Meter-Variante mit einem Standard-Nichtschwimmerbereich? Die Stadtverwaltung hat am Mittwochabend vier mögliche Alternativen für einen Neubau des Bünder Freibades der Öffentlichkeit vorgestellt.

Daniel Salmon

Variante 3 ist der teuerste Neubau-Entwurf, besitzt aber – auch im Vergleich mit Freibädern anderer Kommunen in der Region – die höchste Strahlkraft und könnte nach Berechnungen des Beraterbüros Prova bis zu 50.000 Besucher pro Saison anlocken. Grafik: Prova Foto:

Die Info-Veranstaltung zu diesem Thema, das in den vergangenen Monaten emotional diskutiert wurde, stieß erwartungsgemäß auf reges Interesse bei der Bevölkerung: Gut 60 Bürger waren im Ratssaal erschienen. Bürgermeister Wolfgang Koch betonte jedoch, dass es sich bei den gezeigten Entwürfen keineswegs um feststehende Vorschläge der Verwaltung handeln würde. »Vielmehr soll diese Präsentation Impulse geben und Diskussionsansätze bieten, wie unser Freibad in Zukunft aussehen könnte«, erklärte das Stadtoberhaupt. Koch zeigte sich überzeugt, dass die Debatten rund um einen möglichen Neubau in den kommenden Tagen wohl erst richtig Fahrt aufnehmen werden.

Neben den verschiedenen nun publik gemachten Neubau-Varianten hatte das beauftragte Beratungsbüro Prova aus Hamm auch eine mögliche Sanierung des Freibades durchgerechnet. Das Ergebnis: Kurz- bis mittelfristig müssten für den Weiterbetrieb des vor 80 Jahren errichteten Bades 3,26 Millionen Euro für Sanierungsarbeiten in die Hand genommen werden. »Und diese Kosten sind noch unter besten Voraussetzungen kalkuliert worden«, so Prova-Geschäftsführer Frank Rose. Mit Blick auf das Alter des Betons im Becken wäre diese Maßnahme »wenig sinnvoll«. Die Attraktivität des Bades würde nicht gesteigert, die Besucherzahlen würden in Zukunft kaum mehr als 32.000 Badegäste betragen. Zudem komme es durch Kapitalkosten (Abschreibungen, Zinsen) zu einer Jahresergebnisverschlechterung des Bades im Vergleich zur Ist-Situation (344.700 Euro) um 190.000 Euro. Zwar würden sich die Investitionskosten für die vier Neubau-Varianten ebenfalls ähnlich auf das Betriebsergebnis auswirken, allerdings nicht in dem Maße.

Mehr zum Thema lesen Sie am Freitag, 18. November, auf einer Sonderseite im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Bünde.

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