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Erste Wissensshow der Gesamtschule Forscherhaus in Bünde

Geschichte zum Anfassen

Bünde (WB). »Ganz schön clever«, das werden viele Besucher der ersten Wissensshow in der Gesamtschule »Das Forscherhaus« gedacht haben – nicht nur bei dem, was sie zum Thema »Völker der Vergangenheit« erfuhren. Die Schüler der 6. Klassen konnten mit ihrem neuen Wissen beeindrucken.

Sophie Hoffmeier

Dieses Bambus-Xylophon und die Panflöte sind zwei Instrumente der Inka, die Linus Wendland und Till Simon (rechts) nachgebaut haben.

Ihre Präsentationen am Samstag gestalteten die 40 Schüler des Jahrgangs als Geschichte zum Anfassen: Denn statt nur auf Plakate und Informationstafeln zu setzen, hatten sie in Gruppen von zwei bis vier Schülern immer etwas Passendes zu ihrem Faktenwissen mitgebracht.

So gestalteten die Nachwuchsforscher beispielsweise griechische Tempel, Häuser von Römern und Hütten von Germanen zur Veranschaulichung. Außerdem gab es eine Gruppe, die eine ganze Schlacht samt Panzern und Booten auf einem rechteckigen Feld mit Knete visualisierte. An kleinen Ständen stellten sie ihr Thema samt kreativer Umsetzung aus.

Von Wikingern, Römern, Griechen und Ägyptern

Linus Wendland und Till Simon sind der Musik der Inka auf den Grund gegangen. Mit dabei hatten sie ein selbst gemachtes Bambus-Xylophon, eine Panflöte und einen Regenmacher aus Holz. Diese Instrumente seien damals bei den Inkas quasi im Dauereinsatz gewesen, denn ganze 120 Feiertage waren Teil ihres Kalenders.

»Das war schon eine Überraschung, als wir das herausgefunden haben«, berichtete Linus. »Die Feste sollten Stärke und politische Macht ausdrücken.« Das Zusammenbauen der Instrumente habe ihm an dem Projekt am meisten Spaß gemacht, sagte er. Aber auch das eigenständige Arbeiten sei ein großer Anreiz gewesen.

Neben den Ständen in der Aula, gab es auch vier Gruppen, die ihr Wissen in Form eines Vortrags mit den Besuchern teilten. »Es war schon sehr aufregend, vorne zu stehen, aber es hat auch Spaß gemacht«, berichtete Constantin Ogoniak.

Er und seine Mitschüler erzählten etwas zu Wikingern, Römern, Griechen und Ägyptern. So erfuhren die Besucher zum Beispiel, dass Wikinger damals mit Silberbarren bezahlten und dafür das Gewicht abmessen mussten. »Außerdem lebten bei ihnen etwa dreißig Menschen in einem Haus ohne Fenster«, erzählte Eva Haack und hielt das entsprechende Modell hoch.

Schüler gestalten komplettes Programm eigenständig

Anderthalb Wochen arbeiteten die Schüler an ihren Projekten. Für diese Zeit war der normale Stundenplan aufgehoben, damit sie sich voll und ganz dem fächerübergreifenden Stoff rund um Götterwelten, Alltag und Technik widmen konnten. Die Themen durften sie sich im Vorfeld selbst überlegen.

»Unsere Schüler haben das komplette Programm am heutigen Tag selbst erarbeitet«, lobte der stellvertretende Schulleiter Frank Loddemann: »Für uns war es toll zu sehen, mit wie viel Spaß und Begeisterung sie eigenständig an die Sache herangegangen sind.«

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