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Nabu-Antrag: Verwaltung soll Eignung der Fläche für sozialen Wohnungsbau prüfen

Heidesportplatz auf dem Prüfstand

Bünde (WB).Kommt der Heidesportplatz an der Forscherhaus-Gesamtschule für eine Wohnbebauung in Betracht? Zumindest soll die Bünder Stadtverwaltung eine Eignung des rund 14.000 Quadratmeter großen Geländes prüfen. Darauf verständigten sich nun die Mitglieder des Planungsausschusses.

Daniel Salmon

Der Nabu hält den Heidesportplatz als Fläche für den sozialen Wohnungsbau für geeignet. Die Verwaltung soll das nun prüfen. Foto: Hilko Raske

Der Nabu-Kreisverband hatte die seit vier Jahren so gut wie ungenutzte und ökologische wenig wertvolle Fläche an der Heidestraße als Alternative für die in der Diskussion stehende Teilfläche des Feldmarkfriedhofs in Spiel gebracht . Das Verfahren rund um das Areal an der Herforder Straße (rund 9000 Quadratmeter) soll, wie berichtet, vorerst ohnehin auf Eis gelegt werden. Politik und Verwaltung wollen in einem Workshop zunächst andere geeignete Flächen im Stadtgebiet ins Visier nehmen, auf denen vor allem die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum möglich wäre.

Wohl keine Sporthalle benötigt

„Von den 14.000 Quadratmetern des Sportplatzes müssen wir einen bestimmten Bereich für die Freilegung des Butterbachs abgeben. Die müssen wir gemäß EU-Rahmenrichtlinie vorantreiben“, so Technischer Beigeordneter Andreas Siepenkothen. Weiter müssten Wege- und Sportflächen der angrenzenden Schule berücksichtigt werden. Unklar sei zudem, ob ein naher Discounter den Platz als Erweiterungsfläche nutzen möchte. Ebenso stehe noch nicht fest, ob das Forscherhaus den Platz brauche, um sich in Zukunft zu vergrößern. Würde dort tatsächlich eine Sporthalle entstehen, bliebe nur noch ein Bereich von rund 2400 Quadratmetern als Fläche für den Wohnungsbau, so Siepenkothen. Wolfgang Pohl (SPD) führte aus, dass die Forscherhaus-Schulleitung signalisiert habe, keinesfalls eine Sporthalle zu bauen.

Genug Discounter in Bünde

„Man muss mit Flächen in der Nähe von Schulen immer vorsichtig sein“, gab CDU-Ratsherr Martin Schuster zu bedenken. Von daher sei es seiner Ansicht nach immer heikel, Freiflächen in der Nähe von Schulen anderweitig zu nutzen: „Ich glaube wir hätten noch andere Flächen für den Wohnungsbau.“ Auch Guido Ronsiek (FDP) betonte: „Ich halte Wohnfläche neben einer Schule aufgrund der Lärmbelastung für fragwürdig.“

Für UWG-Bürgermeisterkandidat Norbert Darnauer kommt eine Erweiterungsfläche für den benachbarten Discounter keinesfalls infrage: „Lebensmittelläden haben wir in Bünde im Überfluss. Ich sehe es absolut nicht ein, diese Riesenfläche dafür zu opfern.“

Letztlich votierten alle Ausschussmitglieder dafür, das Sportplatzareal mit Blick auf eine mögliche Bebauung unter die Lupe zu nehmen.

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