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Ausbildungsplatz-Börse am 7. Februar in der Stadthalle – 120 Aussteller

Hilfe bei der Berufswahl

Bünde  (WB). Von A wie Altenpfleger bis Z wie Zahnmedizinischer Fachangestellter: Annähernd 100 Ausbildungsberufe, aber auch duale Studiengänge werden während der Ausbildungsplatzbörse vorgestellt, die am Freitag, 7. Februar, von 13 bis 17 Uhr im Stadtgarten Bünde stattfinden wird.

Hilko Raske

Bereits zum 23. Mal findet in der Stadthalle die Ausbildungsplatz-Börse statt. Annähernd 100 Ausbildungsberufe, aber auch duale Studiengänge werden vorgestellt. Foto: Karl-Hendrik Tittel

Bereits zum 23. Mal veranstaltet die Stadt Bünde gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Herford und der Initiative Wirtschaftsstandort Kreis Herford dieses Format. Waren es anfangs etwa 40 Unternehmen, die sich im Stadtgarten präsentierten, sind es inzwischen etwa 120 Firmen, Dienstleister, öffentliche Institutionen und weiterführende Schulen, die die Börse als Plattform benutzen, um sich vorzustellen und um künftige Azubis oder Schüler zu werben.

Ausgebucht

„Wir haben inzwischen unsere räumlichen Kapazitätsgrenzen erreicht und sind jedes Jahr ausgebucht“, sagt Hartmut Bokel, der als Wirtschaftsförderer der Stadt Bünde federführend ist für die Börse. Aus den unterschiedlichsten Bereichen wie Industrie, Handwerk, Handel, Pflege und Dienstleistungen sowie Hochschulen präsentieren die Aussteller die vielfältigen Berufsmöglichkeiten im Umfeld des heimischen Wirtschaftsstandortes. Dabei würden Ausbildungsplätze für 2020, aber auch schon für das Jahr 2021 angeboten.

23 Jahre Bünder Ausbildungsplatzbörse – was hat sich in der Zeit verändert? „Die Unternehmen haben erkannt, dass nicht so sehr konjunkturelle Schwankungen die Herausforderung sind, sondern das Finden junger Nachwuchskräfte“, sagt Frauke Schwietert, Chefin der Arbeitsagentur Herford. Ein Eindruck, den auch Berufsberater Armin Schmitz bestätigt. „Hat man anfangs Betriebe gesucht, die Ausbildungsplätze anbieten, sind es aktuell die Betriebe, die Azubis suchen.“ Die Ausgangslage für Jugendliche, die einen Ausbildungsplatz suchten, habe sich somit eindeutig verbessert.

Familiäre Atmosphäre

Wer heutzutage als Jugendlicher einen halbwegs realistischen Berufswunsch habe, sollte gute Chancen besitzen, einen Ausbildungsplatz zu finden, betont Schmitz. Die Ausbildungsplatzbörse zeichne sich unter anderem durch ihre familiäre Atmosphäre aus. „Hier informieren sich Schüler oft in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern.“

Und ganz wichtig: „Gespräche finden auf Augenhöhe statt“, sagt Schmitz. Denn bei dieser Veranstaltung hätten Schüler die Möglichkeit, sich direkt mit den Azubis der unterschiedlichsten Unternehmen auszutauschen. „Da können dann auch Fragen gestellt werden, die man dem Personalchef nicht unbedingt stellen würde.“ Die Vielfalt an Ausbildungsberufen, die im Stadtgarten vorgestellt werde, zeige ganz deutlich, dass es nicht immer das Studium sein müsse. „In vielen Berufen kann gutes Geld verdient werden“, sagt der Berufsberater.

Lobende Worte für die Ausbildungsplatzbörse findet auch Anja Schwengel von der Initiative Wirtschaftsstandort Kreis Herford (IWKH). „In Zeiten, in denen bei Teilen der Jugendlichen eine gewisse Unentschlossenheit festzustellen ist, wird hier ein wichtiger Bestandteil für die Entscheidungsfindung geboten.“ Und für die teilnehmenden Unternehmen sei es ein nicht zu unterschätzender Marketingeffekt.

Verkehrschaos befürchtet

Einen Nebeneffekt, der eher unerwünscht ist, hat die Veranstaltung jedoch: Rings um den Stadtgarten herrscht jedes Mal ein Verkehrschaos. „Wir werden diesmal sehr genau darauf achten, dass die Hindenburgstraße nicht wieder durch wildes Parken verstopft wird und die entsprechenden Maßnahmen ergreifen“, sagt Bokel. Die Straße werde von Buslinien genutzt, die einen genauen Zeitplan einhalten müssten.

Bokel empfiehlt daher, auf alternative Parkplätze auszuweichen – beispielsweise am Freibad Bünde oder in Höhe der Eschenbrücke – oder mit dem ÖPNV zur Stadthalle zu kommen.

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