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Stadt Bünde lädt für den 4. Oktober zu öffentlichem Forum und Workshops ein

Innenstadtkonzept: Bürger können Ideen einbringen

Bünde (WB). Die Bünder City soll attraktiver werden – und die Bürger sollen sich aktiv mit Ideen daran beteiligen können. Daher lädt die Stadtverwaltung für den 4. Oktober zu einem öffentlichen Forum zum Thema »Innenstadtkonzept« ein.

Daniel Salmon

Zumindest der Eschstraße stellen die Planer ein gutes Zeugnis in Sachen Attraktivität aus. An anderen Punkten im Innenstadtbereich sehen sie allerdings Handlungsbedarf. Bürger können beim Forum am 4. Oktober eigene Ideen einbringen. Foto: Daniel Salmon

Bereits Ende 2016 hatten die Mitglieder des Planungsausschusses die Verwaltung mit der Erstellung eines »Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes« (ISEK) beauftragt. Mehrere Kommunen im Umkreis haben ein solches bereits auf den Weg gebracht. Denn: Gemäß den Förderrichtlinien des Landes NRW ist eine Förderung von Maßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung nur auf der Grundlage eines solchen Stadtentwicklungskonzeptes möglich. Der Fördersatz beträgt hierbei in der Regel bis zu 60 Prozent.

Mit dem Planungsbüro Tischmann Schrooten und der Deutschen Stadt- und Grundstückentwicklungsgesellschaft wurden zwei versierte Partner mit ins Boot geholt. Vor einigen Monaten hatten sich die Planer ein Bild von den Bünder Gegebenheiten verschafft und die Ergebnisse dem Planungsausschuss präsentiert. Lob gab es dabei etwa für die Fußgängerzone sowie Teile der Bahnhofstraße.

Bestandsanalyse durchgeführt

Zwischenzeitlich haben die Planer in dem Untersuchungsgebiet zwischen dem Dreieck Bahnhof, Marktgymnasium und Goetheplatz eine so genannte Bestandsanalyse durchgeführt. »Dabei haben wir verschiedene Aspekte nach Stärken und Schwächen beleuchtet: den öffentlichen Raum und seine Nutzung, den Einzelhandel und das Thema Mobilität. Aber auch der konkrete Gebäudebestand wurde betrachtet«, sagt Roger Loh vom Büro Tischmann Schrooten.

Als wichtiges Qualitätsmerkmal für Bünde haben die Experten dabei die Else ausgemacht. Loh: »In dem Bereich dort steckt viel Potenzial.« Als Beispiel führt der Fachmann die Ansiedlung von Freizeitangeboten an oder die Nutzung als Naherholungsgebiet.

»Nicht viele Städte haben einen Fluss, der direkt durch die City fließt«, sagte er. Konkrete Ergebnisse sollen dann beim Bürgerforum, das am kommenden Mittwoch um 19 Uhr in der Aula des Marktgymnasiums beginnt, vorgestellt werden. Bei dieser Gelegenheit sollen die Einwohner eigene Ideen für den öffentlichen Raum einbringen, auch was sie privat leisten könnten. Geklärt wird zudem, ob solche Maßnahmen förderfähig sind.

Stadt hofft auf hohe Beteiligung

»Wir hoffen auf eine rege Beteiligung. Aus Verwaltungssicht weiß man manchmal nicht, wo den Bürgern der Schuh drückt oder was man besser machen kann. Ihre Anregungen können die Teilnehmer dann bei drei Workshops an dem Abend einbringen. Wir sind in der Sache ergebnisoffen«, sagt Ralf Müller vom Bereich Planen und Bauen im Bünder Rathaus.

Die Ergebnisse des Abends werden schließlich auf der Homepage der Stadt veröffentlicht. Schriftliche Anregungen können bis zum 17. Oktober per Mail an info@buende.de geschickt werden. Zu einem späteren Zeitpunkt soll es ein weiteres Forum geben, bei dem konkrete förderfähige Maßnahmen vorgestellt werden.

Ein wichtiges Datum ist der November 2018. Zu diesem Zeitpunkt sollen dann die Förderantrage für die erarbeiteten Projekte gestellt werden. Von 2019 bis 2026 können die Fördermittel für die Realisierung der Maßnahmen abgerufen werden.

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