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Comedian witzelt über Politiker, Musiker und das Bünder Frühlingsfest

Jörg Knör macht vor nichts Halt

Bünde (WB). Jörg Knör macht vor so ziemlich nichts und niemandem Halt. Der Comedian ist seit Jahrzehnten für seine Parodien von Berühmtheiten aller Art bekannt, weder Gerhard Schröder, noch Udo Jürgens oder Michael Jackson bleiben dabei verschont.

Annika Tismer

Er nimmt sie alle auf die Schippe, macht vor keinem Star Halt: Comedian Jörg Knör hat am Wochenende von Michael Jackson bis Udo Jürgens und von Angela Merkel bis Helmut Schmidt alle möglichen Promis parodiert. Foto: Annika Tismer

Lediglich an einen Politiker wagte er sich am Samstagabend im Universum nicht so recht heran: Helmut Kohl.

Unverkennbar parodiert

»Da wurde es mir verboten, ihn textlich zu parodieren«, erklärte Knör mit einem Schulterzucken. Seine Lösung dieses Problems: Er imitierte Kohl ganz einfach mit einer eigens dafür erfundenen »Sprache«. Gestik, Mimik und Stimme ließen dabei aber so sehr auf den Politiker schließen, dass das Publikum vor Begeisterung laut grölte.

Ähnlich war es, als Angela Merkel (»Die muss im Moment recht traurig sein, sie ist ja ein großer HSV-Fan, hat das HSV-Symbol ja immer mit ihren Händen geformt«), Helmut Schmidt oder Gerhard Schröder unverkennbar parodiert wurden.

Im Himmel ist der Teufel los

Doch nicht nur Politiker wurden von Knör aufs Korn genommen, auch Musiker wie Ireen Sheer (»Wie bitte kann man mit einem Lied mit dem Titel ›Und heut’ Abend hab ich Kopfweh‹ Erfolg haben?«) oder Udo Jürgens, dem er gemeinsam mit Michael Jackson und Jopi Heesters das Lied »Im Himmel ist der Teufel los« widmete, bekamen ihr Fett weg.

Aus aktuellem Anlass durften natürlich auch Prinz Harry und seine Meghan nicht zu kurz kommen, hier spekulierte er, wie der mögliche Nachwuchs aussehen könnte: »Fragt doch mal Boris Becker. Der muss doch wissen, wie ein Kind von einem rothaarigen Typen und einer dunkelhäutigen Schönheit, das in England gezeugt wird, aussieht«, witzelte er.

Besuch auf dem Frühlingsfest

Doch nicht nur Promis nahm der Comedian an diesem Abend aufs Korn, Knör hatte sich auch auf seinen Auftrittsort bestens vorbereitet und dem Bünder Frühlingsfest vor seiner Show einen Besuch abgestattet. »Als ich am Handelshof vorbei war, habe ich gedacht, jetzt müsste irgendwann mal etwas kommen. Aber da war – nichts«, witzelte er. Erst viel später habe er »erste Beduinenzelte« entdeckt. Was es da gab? »Sonnenbrillen. Und Kuscheltiere. Und Batterien für Kuscheltiere. Und Sonnenbrillen«.

Dann habe er endlich ein Fahrgeschäft und auch einen Baum entdeckt, der auf den Namen des Festes hindeutete: »Da war ein wenig Frühling zu sehen. Aber ich fürchte, der Baum steht da immer.«

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