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Antrag der Bünder Grünen zielt auf Bildungsbereich und Energie-Management

Klimaschutzbeauftragte in Kitas?

Bünde  (WB). Kurz vor der Kommunalwahl wollen die Bünder Grünen in Sachen Klimaschutz noch einmal ihr Profil schärfen – und regen die Umsetzung einer Vielzahl von Maßnahmen an, die bereits in einem Konzept aus dem Jahr 2012 formuliert wurden.

Hilko Raske

Bereits in den Kitas, aber auch in den Schulen sollen Kinder mit Klimaschutz-Gedanken vertraut gemacht werden. Helfen sollen dabei Klimaschutzbeauftragte in den Betreuungs- und Bildungseinrichtungen. Das sieht der Antrag der Bünder Grünen vor. Foto: dpa

So soll die Stadt jährliche Berichte über die kommunalen Energieverbräuche nicht nur erstellen, sondern auch veröffentlichen. Ganz besonders am Herzen liegt der Öko-Partei aber anscheinend der Bildungsbereich. So plädieren die Grünen unter anderem für die Benennung eines städtischen Schul-Energiebeauftragten, wünschen sich auch Klimaschutzbeauftragte in Kitas und Schulen. Ferner sollen Themen rund um den Klimaschutz in diesen Betreuungs- und Bildungseinrichtungen behandelt und erneut Projekte mit dem Schwerpunkt „Radfahren zur Schule“ angeboten werden. Einen entsprechenden Antrag haben die Grünen jetzt an Bürgermeister Wolfgang Koch geschickt. Inhaltlich damit auseinandersetzen müssen sich ein Fachausschuss und der Rat in Sitzungen, die noch vor dem 13. September stattfinden.

Beschluss besteht seit 2019

In ihrer Begründung verweist Grünen-Fraktionschefin Stefanie Janßen-Rickmann darauf, dass der Klimaschutz in der Stadt Bünde nach einstimmigen Ratsbeschluss vom 9. November 2019 eine zunehmend wichtige Rolle einnehmen soll. Zudem habe der städtische Umweltbeirat erst im vergangenen März empfohlen, diese beiden Aspekte – Einführung eines Energie-Managements und -Con­trollings sowie Maßnahmen im Bildungsbereich – aus dem inzwischen acht Jahre alten Klimaschutzkonzept doch endlich auch einmal umzusetzen.

Zwar habe der Rat im vergangenen Jahr beschlossen, das Klimaschutzkonzept fortzuschreiben. Bis zur Erstellung der Fortschreibung und der Verabschiedung des neuen Konzeptes werde voraussichtlich aber mindestens ein weiteres Jahr vergehen. Aufgrund der fortschreitenden Erderwärmung würden es die Grünen aber als wichtig ansehen, dass die Stadt in den genannten zwei Bereichen jetzt schon Maßnahmen in die Wege leitet, die auch ohne Klimaschutzbeauftragten zeitnah umgesetzt werden könnten.

Gymnasium als Vorreiter

Im Bereich Jugendarbeit bezieht sich Janßen-Rickmann auf das Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2012. Danach seien die Vorteile, junge Menschen in den Klimaschutz einzubinden, vielfältig. Es bestehe hier direkt die Möglichkeit, einen nachhaltigen Einfluss zu nehmen, der Jahrzehnte nachwirken könne. Zudem hätten Kinder und Jugendliche das Potenzial, das Gelernte mit nach Hause zu nehmen und es innerhalb der Familie zu verbreiten.

Dass solche Projekte Erfolg haben könnten, habe das Gymnasium am Markt mit „It’s cool to bike to school“ gezeigt. Dadurch würden sowohl Schüler als auch ihre Eltern erreicht, wodurch ein Bewusstseinswandel bei der Wahl der Verkehrsmittel erreicht werden könne.

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