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Beim »Offenen Atelier« geben Künstler einen Einblick in ihr Schaffen

Kreative Vielfalt

Bünde  (WB). Was haben Marilyn Monroe, Brigitte Bardot, Pablo Picasso oder Jimi Hendriks mit dem »Offenen Atelier 2018« zu tun? Zunächst scheint solch ein Gedanke sehr weit entfernt und überhaupt nicht nachvollziehbar. Findet sich der Betrachter jedoch im Atelier von Hans-Jürgen Kesting wieder, blicken ihm so einige berühmt-vertraute Gesichter entgegen.

Gitta Wittschier

Hans-Jürgen Kesting stellte in seinem Atelier »Charakterköpfe« im Großformat aus. Foto: Gitta Wittschier

Acrylmalereien auf Leinwand, oft in der Größe von 100 x 120 Zentimetern, sind es, von denen das Auge kaum loskommen kann. Da zeigt »Mona L.« ihr geheimnisvolles Lächeln, das Gesicht von Joseph Beuys spiegelt einen Anflug von Ironie wider, während sich Brigitte Bardot eher fröhlich gelaunt gibt. »Ich habe mir fest vorgenommen, Salvador Dali noch auf die Leinwand zu bannen«, betont Hans-Jürgen Kesting, der vor etwa zwei Jahren die Malerei für sich entdeckt hat, »im Ruhestand hat man halt mehr Muße dazu«. Bei seinen Charakterköpfen im Großformat sei es schwierig, die Gesichtszüge genau auf den Punkt wiederzugeben. »Ich male zunächst die Farben auf und dann das jeweilige Gesicht dort hinein«, beschreibt er seine Verfahrensweise.

Annäherung von Klassik und Moderne

Das Lächeln auf ihrem Selbstporträt ist mit dem eigenen identisch, überhaupt steckt es mit seiner Farbenfreude und Fröhlichkeit wohl jeden Betrachter an. Maike Hölscher-Settnik, die sich seit mehr als zwei Jahrzehnten der Malerei intensiv widmet (seit vielen Jahren in ihrem Atelier »einMALich«), hat ihre Acrylbilder bereits in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert, so auch kürzlich in einer Ausstellung in der Gutswassermühle in Bad Holzhausen. Nach dem Studium der Sonderpädagogik und dem Fach Kunst an der Uni Köln arbeitet sie als Sonderpädagogin an einer Förderschule und als Ausbildungslehrerin an einer Regelschule. »Die Farben auf meinen Bildern sollen in ihrer Komposition wirken«, lautet ihre Aussage zu ihren klassisch-modernen Werken.

Fünf Aussteller im naturnahen Garten

Gleich fünf Aussteller sind es, die sich im naturnahen Garten von Gisela Dachsel ein künstlerisches Stelldichein geben. Die Gastgeberin selbst hat schon mehrfach am »Offenen Atelier« teilgenommen und nimmt mit ihren Acrylbildern einen großen Platz bei den Liebhabern dieser Malerei ein. Gines Castillo-Elejabeytia präsentiert ebenfalls Gemälde aus Acryl, während Marianne Kersten der Ölmalerei auf Holz den Vorzug gibt. »Diese Malerei ist im wahrsten Sinn vielschichtig«, erklärt sie. Zunächst wird das Holz vorbereitet, dann die Komposition festgelegt, danach die Details erarbeitet. Orte der Stille in der Natur sind es, von denen sich Marianne Kersten immer wieder berühren lässt. Ein Faible für die Natur hat auch Konrad Zeitler, auf seinen Fotografien werden Licht und Schatten auf besondere Weise transportiert. Kindergeburtstage und Kunst, das ist für Natalia Becker eine sehr harmonische Zusammenstellung. In ihrem Kreativkurs gibt sie Kindern Gelegenheit, sich während des Geburtstages mit Basteleien oder Malereien zu beschäftigen. Vor zehn Jahren absolvierte Natalia Becker das Studium der Kunstpädagogik. Unter ihren Händen entstehen wunderschöne Skulpturen aus Speckstein, auch verspürt sie pure Entspannung und ein besonderes Glücksgefühl, wenn sie sich der modernen Malerei widmet.

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