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Bis 2033 müssen 130.000 graue, rosa und Plastikführerscheine in ein europäisch gültiges Format umgewandelt werden

Kreis arbeitet an digitalem Tauschverfahren

Kirchlengern (WB)

Die EU-Richtlinie 2006/126/EG wirft ihren Schatten auf das Straßenverkehrsamt Kirchlengern. Dort müssen bis zum Jahr 2033 mehr als 130.000 Führerscheine in ein einheitliches, europäisches Format umgetauscht werden.

Stephan Rechlin

Dem Straßenverkehrsamt in Kirchlengern steht eine große Umtauschaktion ins Haus. Foto: Daniel Salmon

Der Kreis Herford kalkuliert mit 45.000 grauen und rosa Führerscheinen sowie 85.000 Kartenführerscheinen, die umzuwandeln sind.

Mit der europaweiten Umtauschaktion werden 110 verschiedene Führerscheinarten zwischen Nuogarm (Finnland) und Kap Trypiti (Griechenland) vereinheitlicht. Die Umtauschzeiten für alte Papierführerscheine richten sich nach dem Geburtsjahr. Liegt das Geburtsjahr des Führerscheininhabers vor 1953, dann muss das Dokument bis zum 19. Januar 2033 umgetauscht sein. Für die Geburtsjahrgänge 1953 bis 1958 ist der 19. Januar 2022 der Stichtag, also in nur noch einem Jahr. Für die Jahrgänge 1959 bis 1964 gilt der 19. Januar 2023, für 1965 bis 1970 der 19. Januar 2024, für 1971 oder später der 19. Januar 2025.

Für den Umtausch der Kartenführerscheine ist das Ausstellungsjahr entscheidend. Wurde der Führerschein zwischen 1999 und 2001 ausgestellt, muss er bis zum 19. Januar 2026 umgetauscht sein. Für die Ausstellungszeitpunkte zwischen 2002 und 2004 ist der 19. Januar 2027 entscheidend, für 2005 bis 2007 der 19. Januar 2028, 2008 der 19. Januar 2029, 2009 der 19. Januar 2030, 2010 der 19. Januar 2031, 2011 der 19. Januar 2032 sowie für 2012 bis 18. Januar 2013 der 19. Januar 2033. Der Kreis weist darauf hin, dass es wie bei abgelaufenen Personalausweisen nur um einen Tausch der Dokumente gehe.

Als erste Behörde in Ostwestfalen-Lippe bietet der Kreis Paderborn seinen Bürgern an, diesen Umtausch „online“ vorzunehmen. Allerdings müssen die dazu erforderlichen Dokumente – die Antragsbestätigung, ein biometrisches Passbild, der alte Original-Führerschein, eine Unterschrift auf weißem Papier und eine Kopie des Personalausweises – weiter analog per Post eingesandt werden. Die Bundesdruckerei würde den neuen Führerschein gut 14 Tage später dann ebenfalls mit der Post versenden.

Das Straßenverkehrsamt im Kreis Herford arbeitet mit dem Rechenzentrum Lemgo an einem Fachverfahren. Über ein gesondertes Modul sei es dann für Kunden möglich, Führerscheinanträge, insbesondere Umtauschanträge, online zu stellen. Kreissprecher Patrick Albrecht: „Wir gehen zurzeit davon aus, dass die Modulerweiterung bis zum Ende des ersten Quartals erfolgt.“

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