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Termine fallen bis auf weiteres aus

Kreis Herford stoppt Corona-Impfungen mit Astrazeneca

Kreis Herford (WB...

Der Kreis Herford hat Impfungen mit dem Wirkstoff Astrazeneca am Montagnachmittag gestoppt. Derweil ist nach sieben Wochen der Inzidenzwert erstmals wieder über 100 auf 101,0 gestiegen.

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Das ist die Verteilung der Corona-Fälle im Kreisgebiet. Foto: Kreis Herford

Die Bundesregierung hat aufgrund einer Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) die Corona-Impfungen mit Astrazeneca vorsorglich ausgesetzt. Daraufhin hat auch das Impfzentrum im Kreis Herford am Nachmittag ab 15.45 Uhr die Impfungen mit diesem Mittel vorläufig gestoppt.

Betroffen davon sind vor allem die Beschäftigten von Grund- und Förderschulen, von Kitas sowie Angehörige bestimmter Berufsgruppen, die zuletzt in der Impfpriorität vorgezogen waren. Die Impftermine fallen bis auf weiteres aus. Der Kreis Herford informiert alle Impflinge, die heute, 15. März, und morgen im Impfzentrum einen Termin mit Astrazeneca haben und verständigt auch die Arbeitgeber der genannten Personengruppe (Schulträger, Kitas).

Die Impftermine für über 80-Jährige finden weiterhin statt, weil diese Personengruppe mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer geimpft wird. „Wir verimpfen den uns zur Verfügung gestellten Biontech-Impfstoff in vollem Umfang. Dazu sind die Personen über 80 Jahre berechtigt, die über das KV-Buchungssystem einen Termin bekommen haben. Das sind die Personen mit höchster Priorität. Sie sind der besonderen Gefahr ausgesetzt, dass die Coronaerkrankung einen schweren Verlauf nimmt. Ich bitte um Verständnis und Geduld, dass wir mit der Verimpfung aller anderen Gruppen zunächst pausieren müssen. Auch zur Fragestellung, wie wir mit den Folgeimpfungen mit Astrazeneca verfahren werden, werden wir eine Aussage vom Gesundheitsministerium bekommen und umgehend darüber informieren“, teilt Krisenstabsleiter Markus Altenhöner mit.

Der Kreis Herford liegt mit der Inzidenz von 101 in Ostwestfalen-Lippe an der Spitze gefolgt von Minden-Lübbecke (100,2), Lippe (74,0), Gütersloh (67,7), Paderborn (49,4), Bielefeld (44,6) und Höxter (37,1).

Am 26. Januar war nach drei Monaten erstmals wieder eine Inzidenz unter 100 gemeldet worden (99,8). Tiefststand war am 14. Februar mit 38,2. Landrat Jürgen Müller (SPD) hatte am Freitag angekündigt, über zusätzliche angemessene Maßnahmen zu beraten, wenn langfristig ein Inzidenzwert von über 100 erreicht werde. „Wir beobachten das Geschehen kritisch und haben dabei vor allem die Lage im Gesundheitswesen im Blick. Aktuell sind die Krankenhäuser im Kreis nicht überlastet. Hinzu kommt, dass der Anteil der Infizierten, die älter als 70 Jahre sind, derzeit sehr gering ist. Es gibt aktuell zudem keine Schwerpunkte, auf die der Anstieg der Gesamtinfektionszahlen zurückzuführen ist. Die Lockerungen vom heutigen Tag können noch keinen wesentlichen Einfluss auf die Infektionszahlen haben. Daher muss genau betrachtet werden, inwieweit Lockerungen tatsächlich auf das Infektionsgeschehen Einfluss haben. Aus heutiger Sicht sind weitere Maßnahmen im Kreisgebiet deshalb vorerst nicht geplant“, sagte Müller am Montag.

Es gibt weitere 21 Infektionen im Kreis Herford. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona bleibt bei 144.

Die aktuell 388 infizierten Personen verteilen sich auf Herford (82), Spenge (20), Bünde (77), Löhne (73), Vlotho (12), Enger (49), Rödinghausen (25), Hiddenhausen (8) und Kirchlengern (42). Außerdem gibt es acht weitere Mutations-Fälle.

Das Drive-In-Schnelltestzentrum auf dem Festplatz am Freibad in Löhne wird am Dienstag, 16. März, um 13 Uhr eröffnet. Ab Mittwoch ist es dann täglich in der Zeit von 6 bis 21 Uhr geöffnet. Die Anmeldung erfolgt über die Internetseite www.muehlenkreiskliniken.de/testzentrum.

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