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Programm im Universum Bünde ist wieder angelaufen

Kultursaison startet mit Stadelmann

Bünde (WB). Mit so viel Normalität wie möglich, aber auch so vielen Sicherheitsvorkehrungen wie nötig ist das Universum am Wochenende in die neue Saison gestartet. Comedian Ingmar Stadelmann hat am Samstag den Startschuss für eine Reihe von Abenden mit Musik, Comedy und Kabarett gegeben.

Annika Tismer

Ingmar Stadelmann präsentiert sein Programm. Foto: Tismer

Einen ersten Testdurchlauf gab es allerdings bereits am Freitagabend mit einem Dia-Vortrag von Dietmar Zentner. Am Samstag wollten dann etwa 70 Besucher Stadelmann sehen, der eigentlich bereits im März mit seinem neuen Programm „Verschissmus“ in Bünde auf der Bühne hätte stehen sollen. „Normalerweise wollte ich Mitte März die Premiere meines neuen Programms spielen und wenige Tage später damit in Bünde zu Gast sein“, sagte er. Nun aber war es am Samstag der erste Auftritt nach Monaten. „Und es tut so gut, wieder auf einer Bühne zu stehen“, freute er sich sichtlich beim Blick in den alten Kinosaal.

Sicherheitsvorkehrungen im Vorfeld

Um das möglich zu machen, hatte auch das Team des Universums im Vorfeld alle Hände voll zu tun gehabt. Per QR-Code oder kleiner Karte mussten sich alle Gäste zu Beginn registrieren, dann ging es über den eigens hierfür errichteten Einlassgang, ausgestattet mit einem Mund-Nasen-Schutz, in den Saal.

Auf dem Weg dorthin durften sich die Gäste per Selbstbedienung ein Getränk nehmen, um auch hier unnötige Kontakte zu vermeiden. Am Sitzplatz angekommen, durfte die Maske schließlich wieder abgelegt und ein humorvoller Abend genossen werden, ehe es mit dem neuen Ausgangskonzept wieder nach Hause ging. „Die Cocktail-Happy-Hour oder das Meet & Greet müssen ausfallen, aber es wird sicherlich auch so für alle ein schöner Abend“, sagte Dirk Kaiser.

Feinste Stand-Up-Manier

Davon dürften die Anwesenden rasch überzeugt gewesen sein. Denn Stadelmann sorgte schon nach kurzer Zeit für jede Menge Lacher, als er die Gäste der ersten Reihen in feinster Stand-Up-Manier nach ihren Wohnorten befragte und ihm zu Hüllhorst nur ein „Das klingt eher wie ein Zustand“ einfiel, er Melle aber als „Metropole“ bezeichnete. Aber auch über sich selber witzelte er mit Sätzen wie „Also mir passen ja noch die Sachen von vor zehn Jahren. Schals, Mützen, Handschuhe und so“.

Und natürlich bekam auch der eine oder andere Politiker sein Fett weg: „Wenn ihr mal richtig aggressiv werden wollt, gebt in die Google-Bildersuche Jens Spahn ein“, ulkte er. Sein Programm „Verschissmus“ sorgte damit bereits nach kurzer Zeit dafür, dass der momentan oft ungewohnte Alltag in Vergessenheit geriet und die 70 Besucher einen lustigen und vor allem entspannten Abend erleben konnten.

Programm geht weiter

Weitergehen soll es so auch in den kommenden Wochen. „Unter Berücksichtigung aller Hygieneregeln sowie mit der Nachverfolgung dürfen wir alle Plätze besetzen“, sagte Dirk Kaiser. Dass das Interesse nach Monaten ohne Kulturveranstaltungen groß ist, zeigte sich am Wochenende: „Fast alle, die im Vorfeld eine Karte gekauft hatten, sind gekommen“, erklärte er. Für Kaiser steht deshalb fest: „Wir haben auch in den kommenden Monaten den Ehrgeiz, so viel Normalität wie möglich zu schaffen“.

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