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Heftiger Starkregen setzt die südlichen Stadtteile unter Wasser - mit Video

„Land unter“ in Bünde

Bünde (WB)

Dieser Juni-Abend ist ein Stresstest für die Bünder Feuerwehr: Als die Kanalisation die Wassermassen des ergiebigen Starkregens über Hunnebrock, Hüffen und Werfen am Samstag nicht mehr aufnehmen kann, heißt es „Land unter“. Unzählige Keller laufen voll, die verzweifelten Bürger wählen den Notruf – und für die Einsatzkräfte beginnt eine lange Nacht.

Von Christian Müller und Daniel Salmon

Auf der Engerstraße in Hunnebrock steht das Wasser am Samstagabend teils kniehoch. Einige Autos, die noch unterwegs sind, kommen durch die braune Brühe nicht mehr weiter. Die Insassen müssen aussteigen. Foto: Tim Freitag

Es ist 18.30 Uhr als sich Lars Janssen, Löschgruppenführer der Freiwilligen Feuerwehr Bünde-Mitte und an diesem Abend zuständiger Einsatzleiter für das gesamte Stadtgebiet, von der City aus in Richtung Hunnebrock aufmacht. Weit kommt er allerdings nicht. „Ich habe mein Auto an der Engerstraße stehen lassen. Da war kein Durchkommen mehr“, schildert Janssen. Kniehoch und an einigen Stellen sogar noch höher steht das Wasser auf der Fahrbahn. In dem Bereich zwischen Strangbach und Else kann das Regenwasser nicht mehr ablaufen, aus den Gullys sprudeln Fontänen, angrenzende Gärten laufen voll. Die Unwetterzelle konzentriert sich in Bünde fast ausschließlich auf die südlichen Stadtteile. Hiddenhausen und vor allem das benachbarte Enger erwischt es ähnlich schlimm. Lars Janssen spricht mit der Leitstelle in Eilshausen über die Einsatzlage vor Ort – und löst kurz darauf Vollalarm für die komplette Bünder Feuerwehr aus.

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