Leserin moniert: „Das ist ein mieses Eingangstor für Bünde“ – Straßen NRW schlägt mehr Kontrollen vor

Mal wieder Müll-Ärger auf A30-Parkplatz

Bünde (WB)

Fast-Food-Verpackungen, Hausmüll, manchmal ein demoliertes Auto und jede Menge sonstiger Unrat: Der Pendlerparklatz an der A30-Auffahrt in Ennigloh gleicht an manchen Tagen einer illegalen Müllkippe. „Das ist ein ganz mieses Einfahrtstor für unsere Stadt“, brüskiert sich eine Leserin dieser Zeitung.

Daniel Salmon

So sieht der Parkplatz im „aufgeräumten“ Zustand aus, mit nur wenig Müll. Foto: Kathrin Weege

Und das seit Jahren schon. „Fast täglich fahre ich auf der Osnabrücker Straße an dem Parkplatz vorbei und jedes Mal ärgere ich mich darüber, was dort alles rumliegt“, regt sich die Bünderin während des Telefonats mit der Redaktion auf. Ein Patentrezept, wie man die Fläche, für die bekanntermaßen der Landesbetrieb Straßen NRW zuständig ist, auf Dauer sauberhalten und gegen Müllfrevler vorgehen könnte, hat die Anruferin allerdings nicht. Sie schlägt aber vor: „Warum trifft die Stadtverwaltung mit dem Landesbetrieb nicht eine Übereinkunft, sodass das Bünder Ordnungsamt dort des Öfteren mal nach dem rechten sieht. Vielleicht klappt so eine Lösung ja mit unserer neuen Bürgermeisterin. Oder aber man könnte dort Kameras aufstellen und so die Müllsünder erwischen.“

Aus dem Bünder Rathaus hört man jedenfalls, dass der A30-Parkplatz bekanntlich eine „Never-Ending-Story“ und ein großes Ärgernis sei. „Für viele Menschen ist es einfach unverständlich, wie man dort so achtlos Müll hinterlassen kann. Alle Versuche, dem Problem Herr zu werden, sind immer wieder gescheitert. Das Aufstellen von Mülleimern hat eher für mehr Müll gesorgt“, informiert Stadtsprecherin Doris Greiner-Rietz. Zahlreiche Abfallsammelaktionen, über die auch diese Zeitung mehrfach berichtete, hätten nur „stundenweise“ für Sauberkeit gesorgt. „Bürgermeisterin Rutenkröger strebt grundsätzlich einen Konsens mit Straßen NRW an, da der Parkplatz in deren Zuständigkeit fällt. Es könne jedoch keine schnelle und salomonische Lösung aus der Tasche gezogen werden. „Man muss sich beraten und eine gemeinsame Lösung finden“, betont Greiner-Rietz mit Blick auf den Vorschlag der WB-Leserin.

Sven Johanning, Pressesprecher der Regionalniederlassung OWL des Landesbetriebs, signalisiert jedenfalls Gesprächsbereitschaft. „Die Stadt kann gerne auf uns zukommen, wir reden gerne mit denen über diese Angelegenheit.“ Das leidige Müll-Thema auf dem A30-Parkplatz regt Johanning schon seit längerem auf. „Unsere Mitarbeiter fahren regelmäßig dahin, machen an einem Tag alles sauber und 24 Stunden später sieht es dort schon wieder aus wie Sau. Die Leute scheinen schon gezielt dort hinzufahren, um ihren Hausmüll zu entsorgen“, echauffiert er sich. Von der Installation von Überwachungskameras auf dem Parkplatz-Areal hält der Straßen-NRW-Sprecher indes wenig: „So etwas scheidet wohl schon allein aus datenschutzrechtlichen Gründen aus.“

Lediglich Kontrollen, etwa durch Mitarbeiter der Stadt, hält Johanning in der Angelegenheit für zielführend. „So etwas wäre recht sinnvoll. Wenn dann mal ein Müllsünder dort erwischt wird, spricht sich das rum. Und derjenige, der dann ertappt wird, könnte – abhängig davon, was er dort weggeworfen hat – mit einem ziemlich hohen Bußgeld belegt werden.“

Kommentar

Die Stadtverwaltung hat Recht: Die ständige Vermüllung des A30-Parkplatzes ist eine unendliche Geschichte – und eine verdammt ärgerliche obendrein. Es ist völlig unverständlich, warum manche Zeitgenossen es nicht schaffen, ihren Abfall ordnungsgemäß zu entsorgen. Mülleimer dürfte es doch genug geben?! Wie würden es die Umweltfrevler wohl finden, wenn Unbekannte ihren Müll direkt vor deren Haustür abladen? Die wären selbst wenig begeistert. Also bitte, liebe Parkplatzbesucher: Nehmt euren eigenen Dreck wieder mit!

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