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Vandalismus und Brandstiftung: Bündes Bürgermeisterin in stetem Kontakt mit Behörden

Mehr Polizeipräsenz gewünscht

Bünde (WB)

Abgefackelte Autos, ein Kirchenbüro, das in Brand gesteckt werden sollte sowie eingeschlagene Fahrzeug- und Schaufensterscheiben – seit Ende September hält eine Serie von Straftaten Bünde in Atem. Die Bürger sind verständlicherweise beunruhigt.

Hilko Raske

Wurde von Unbekannten abgefackelt: die Kerze der Hoffnung vor dem Rathaus Bünde. Foto: Hilko Raske

In dieser Situation bemüht sich Bürgermeisterin Susanne Rutenkröger um einen engen Austausch mit der Polizei. „Wir sind in einem permanenten Kontakt“, betont Rutenkröger, die sich mit Blick auf die Brandstiftungen und fortgesetzten Vandalismus sehr betroffen zeigt. Natürlich überlege sie, welche Möglichkeiten man in der Sache als Stadt habe. „Wir haben das Bonus-Team des Ordnungsamtes – allerdings ist das derzeit durch Corona sehr eingespannt. Man muss aber auch sagen, dass die Verantwortung bei der Polizei liegt.“ Sie wünsche sich eine stärkere Präsenz der Polizei. „Es gibt aber nur die Köpfe, die da sind“, so die Bürgermeisterin, die in diesem Zusammenhang auf landespolitische Entscheidungen verweist. Man können schließlich nicht jeden Straßenzug überwachen – „wir müssen hier einen gesunden Realismus behalten.“ Die Wahrscheinlichkeit, in anderen Teilen Deutschlands von einer Straftat betroffen zu sein, sei ihrer Einschätzung nach größer als in Bünde.

Erst in der Nacht auf Donnerstag, 12. November, und am folgenden Abend waren im näheren City-Bereich die Heckscheiben von mehr als einem Dutzend Autos zerstört worden. In den Wochen zuvor war es seit Ende September zu Brandstiftungen in Bünde gekommen: Auf Parkplätzen in der City hatten Unbekannte mehrere Fahrzeuge angesteckt, später dann die sogenannte „Kerze der Hoffnung“ auf dem Rathausplatz abgefackelt und einen Brandsatz durch den Briefkasten eines Büros der Lydia-Gemeinde geworfen. In den frühen Morgenstunden des 31. Oktober war dann auf die DRK-Kita Krempoli ein Feueranschlag verübt worden. Die Täter hatten Mülltonnen in Brand gesteckt. Das Feuer griff auf das Gebäude über, das in der Folge schwer beschädigt wurde. Die Polizei prüft Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Fällen und Tatserien.

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