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Ensemble „Pro Brass – Blech & Sax“ spielt Weihnachtslieder vor Klinik – grünes Licht vom Ordnungsamt

Mini-Konzert für „Lukas“-Patienten

Bünde (WB)

Applaus brandet auf, nachdem der letzte Ton des Weihnachts-Klassikers „Jingle Bells“ erklungen ist. Mit einem Mini-Konzert hat das Spradower Ensemble „Pro Brass – Blech & Sax“ Mitarbeiter und Patienten des Bünder Lukas-Krankenhauses erfreut. Das Ordnungsamt hatte grünes Licht für die Open-Air-Vorstellung gegeben – natürlich unter Auflagen.

Kim Schmalz und Daniel Salmon

Vor der Westfassade hatten sich die Musiker in Position gebracht. Per Durchsage waren die Foto: Kim Schmalz

Per Durchsage waren Patienten und Klinikpersonal am Samstag von der musikalischen Darbietung vor der Westfassade des „Lukas“ informiert worden. Die Fenster öffneten sich und gespannt erwarteten die Konzert-Gäste die ersten Töne der Musiker, die sich auf dem Rasen vor dem Krankenhaus aufgebaut hatten.

Erst kurz zuvor hatten die Patienten von dem generellen Besuchsverbot für die Kliniken im Kreisgebiet erfahren. „Von daher war diese Aktion eine willkommene Abwechslung in der schweren Corona-Zeit. Die Zuhörer waren begeistert und haben sich gefreut“, sagt Sven Kampeter von der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit am „Lukas“.

Die Idee zu der musikalischen Darbietung war Ensemble-Leiter Ulrich Brüggemann gekommen. „Im Vorfeld hatte ich mich an das Bünder Ordnungsamt gewandt, ob wir die Aktion überhaupt durchziehen können. Und die haben dann eine Sondergenehmigung ausgesprochen. Somit durften wir mit zehn Musikern spielen – unter Einhaltung der Corona-Regeln und Sicherheitsabstände natürlich. Das war alles eine ziemliche Herumtelefoniererei“, sagt der 68-Jährige. Nach der erteilten Erlaubnis der Stadt wendete sich Brüggemann an Sven Kampeter, der wiederum die Klinikgeschäftsleitung mit ins Boot holte.

Laut Kampeter ist die Musikergruppe dem Krankenhaus schon lange freundschaftlich verbunden. „Unter anderem hätte das Ensemble bei unserem Tag der offenen Tür spielen sollen und während der Adventszeit in unserer Kapelle.“ Die Corona-Pandemie ließ diese Auftritte aber platzen.

Trotz der ungewöhnlichen Umstände ging beim Open-Air-Auftritt alles glatt über die Bühne. „Dabei war das alles für uns natürlich eine ziemliche Herausforderung. Denn seit mehreren Wochen durften wir ja schon nicht mehr zusammen proben. Und da alle Musiker jeweils zwei Meter voneinander entfernt stehen mussten, hatten wir uns auf einer Breite von 20 Metern aufgebaut. Alle mussten daher genau auf die Anweisungen des Dirigenten achten. Das hat echt gut geklappt“, zollt Brüggemann seinen Musikern Respekt.

Etwa 50 Minuten lang gab das Ensemble eine ausgewogene Mischung traditioneller und moderner Weihnachtslieder zum Besten. „Eigentlich haben wir in der Vorweihnachtszeit immer rund 20 Auftritte. Dieser hier ist unser erster“, erklärt Ulrich Brüggemann. „Durch Corona fehlen Veranstaltungen wie Laternenumzüge, Auftritte in Kirchen und auf Festen. Wir hatten uns auch bei zwei Seniorenheimen in der Umgebung gemeldet, bekamen jedoch keine Zusagen, weil sich Schutzmaßnahmen ständig ändern. Ich kann gar nicht sagen, wie froh ich bin, dass es mit dem Lukas-Krankenhaus noch geklappt hat.“

Als Anerkennung und Dank gab‘s es von den Patienten an den geöffneten Fenstern nicht nur kräftigen Applaus. Sven Kampeter überbrachte den zehn Musikern für ihre musikalische Darbietung zudem ein süßes Schoko-Präsent.

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