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Schadstoffhaltige Kleber unter Pool-Folie: Entsorgung kostet 80.000 Euro

Mit dem Becken geht’s los: Freibad-Abriss startet im Januar

Bünde (WB). Noch fällt Nieselregen auf das leicht trübe Wasser im alten Bünder Freibadbecken. Auf den Bäumen der weitläufigen Areals zwitschern einige Vögel. Doch der geplante Abriss wirft seine Schatten voraus: In der dritten Kalenderwoche 2020 soll es mit dem Abriss der Anlage losgehen.

Daniel Salmon

Die Türen zum alten Freibad haben sich für den Publikumsverkehr im vergangenen September zum letzten Mal geöffnet. Läuft alles nach Plan, macht die Anlage 2021 wieder auf. Der Eingangsbereich befindet sich dann aber an anderer Stelle. Foto: Daniel Salmon

Das teilte Dr. Marion Kapsa, seit Anfang dieses Monats Geschäftsführerin der Bünder Bäder GmbH, auf Anfrage dieser Zeitung mit. Der gesteckte Termin sei allerdings von der Wetterlage abhängig, schränkt sie ein. „Begonnen wird dabei mit den Außenbecken. Der Abriss dauert zirka zwei Wochen“, so Kapsa.

Erst Becken, dann Gebäude

Was bislang wohl nur wenigen bekannt gewesen sein dürfte: In der Anfangszeit des Freibades wurden schadstoffhaltige Kleber verwendet. „Bislang ging für Umwelt und Nutzer des Bades keine Gefahr aus, da diese unter Folie gesichert waren“, erklärt die Bäder-Geschäftsführerin. Diese Abfälle sollen im Zuge der Abrissarbeiten nun fachgerecht entfernt und entsorgt werden. Dafür werden rund 80.000 Euro fällig. Diese Summe liege laut Kapsa allerdings im bereits genehmigten Kostenrahmen.

Im Anschluss an den Abbruch des Außenbeckens soll dann zunächst das Freibadgebäude entkernt und danach abgerissen werden. Noch im Frühjahr soll dann mit dem kompletten Neubau begonnen werden. „Alle Gutachten für die Erteilung der Baugenehmigung liegen vor“, betont Marion Kapsa. Bislang liege man bei dem Projekt im Zeitplan.

Becken aus Edelstahl

Geht alles glatt, soll das neue Bad dann zum Start der Schwimmsaison 2021 fertiggestellt sein. Wie exklusiv berichtet, soll die Anlage dann über Schwimmbecken aus Edelstahl verfügen . Für eine entsprechende Ausstattungsvariante hatten die Mitglieder des Aufsichtsrates der Bäder GmbH bereits vor einigen Monaten grünes Licht gegeben. Zwar seien Edelstahlpools in Anschaffung und Herstellung zunächst teurer als die herkömmlichen verfliesten Betonbecken. „In einer Wirtschaftlichkeitsberechnung wurde aber ein Zeitraum von 20 Jahren betrachtet“, hatte Bürgermeister Wolfgang Koch seinerzeit erklärt.

Zuletzt war in den Planungen für den Neubau und die Beseitigung der alten Anlage von Kosten in Höhe von rund 8,7 Millionen Euro die Rede. Darin sollen die Edelstahlmehrkosten aber noch nicht berücksichtigt gewesen sein. Eine Summe von gut 3,9 Millionen Euro schießt das Land NRW zu. Der entsprechende Förderbescheid war Anfang September übergeben worden. Als Generalplaner für die Gesamtmaßnahme fungiert das niederländische Unternehmen Hooper Architects.

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