Erstes Urteil zur Massenschlägerei auf dem Parkplatz am Herforder Jahnstadion

Mit Gaspistole zur Schlichtung

Herford

Weil Wladimir N. (21, Name geändert) am 18. Februar mit einer geladenen Reizgaspistole zum Jahnstadion gefahren ist und sie dort auch abgefeuert hat, bekommt er eine neunmonatige Haftstrafe auf Bewährung. Es ist das erste Urteil zur Massenschlägerei zweier rivalisierender Schülergruppen.

Von Stephan Rechlin

Der Parkplatz des Jahnstadions ist im Februar zum Schauplatz einer Massenschlägerei geworden Foto: Bernd Bexte

Nach vorausgegangenem Streit in ihrer Schule hatten sich zwei Kontrahenten an jenem Tag auf dem Parkplatz am Jahnstadion verabredet, um sich zu verständigen. Dort eskalierte das Schlichtungsgespräch jedoch in eine Massenkeilerei, bei der neben der Gaspistole noch Totschläger, Schlagstöcke und Baseballschläger zum Einsatz gekommen sein sollen. Besonders gravierend war die schwere Verletzung eines nicht in den Streit verwickelten Teilnehmers, den Wladimir N. in seinem Polo angefahren hat, als er vom Parkplatz flüchten wollte.

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